Freitag, 2. Juni 2023

Tag 7-8: Massif de l'Esterel, Gorges du Verdon

 Tag 7: 

Der Tag beginnt wie immer mit einem sonnigen Frühstück, das keine Wünsche offen lässt. Wer sich fragt, wie lange wir das mit dem Pool VOR dem Frühstuck durchgezogen haben: 2 Tage ahahaha. Danach haben sich nämlich die Aufstehzeiten massiv nach hinten verschoben und es war irgendwie keine Zeit mehr für Schwimmen vorm Frühstück >_<

Heute stand sehr viel Sonne auf dem Programm. Bis Mittag waren wir noch bei uns zu Hause am Pool und dann sind wir aufgebrochen Richtung Massif de l'Estrel. Das ist ebenfalls eine kleinere Gebirgskette zwischen St. Tropez und Cannes, aber im Vergleich zu den Calanques haben wir es hier eher mit orangen bis braunen Farbtönen zu tun. Zusammen mit viel Sonne, etwas grüner Vegetation und dem blauen Meer ergibt sich ein sehr tolles Schauspiel.



Fahrzeit dahin war wieder ca. 1h und dann gings auf den Panorama-Scenic-View: Einer schönen Küstenstraße. Wir sind die einmal raufgefahren und runterwärts haben wir uns dann eine schöne kleine Bucht gesucht, wo wir den restlichen Nachmittag verbracht haben. Ich würde sagen, das war das schönste Erlebnis im Urlaub. 




Du flaggst dich einfach diese Bucht rein, kaum was los, Wahnsinns Meer und dann auch noch den ganzen Tag Sonne. Gegen 4 Uhr kam sogar der "Eismann" vorbei. Zwar ohne Gebimmel, dafür mit ordentlich PS im Schiffsraum ahahhaha. Leider hatte der Schwachkopf kein Desperados sondern nur Heineken dabei, was für ein Anfänger!



Ewig konnten wir auch nicht bleiben, denn heute stand noch Abendessen #3 auf dem Plan und diesmal hab ich den Koch scharf! Der Herr in der schwarzen Kutte! 



Und diesmal hatte er auch beim Hauptgang gut aufgekocht: Es gab Rochen! Auf Rochen würden sich ja so manche Wortspiele anbieten.... Jedenfalls schmeckt Rochen echt gut und dazu warn auch die Beilagen diesmal sogar etwas gewürzt!?!? War auf jeden Fall das beste Essen. 


Tag 8:

Nachdem wir gestern das beste Erlebnis des ganzen Urlaubs hatten, musste heute natürlich gleich das mieseste folgen: Geplant war: Besuch eines Antiquitätenhändlers, gefolgt von der Schlucht von Verdon. Anschließend ein sagenumwobenes Dörfchen (sagt und liest man jedenfalls) und dann die Route de Cretes, was wieder so eine Gebirgsstraße sein sollte.

Falls ihr euch fragt, was wir Schnösel beim Antiquitätenhändler wollen? Naja die Christina hat in unserer Unterkunft so bunte Flaschen gesehen (Dekokram halt) und die gibts wohl bei dem Händler. Ich hab Frau Streng zwar mal gefragt, ob sie net ihre verkaufen würde, aber dann hat sie mir gleich klar gemacht, dass ich das ja sowas von vergessen kann weil das ja blablabalablalbablaaaaaaaa....

Das sind ihre:



Also der Händler lag eh auf dem Weg. Aber was für ein Ramschladen hehe. Eine ganze Scheune voller Trödelzeugs. Gesamtwert sicherlich einige 100 000 €. Sogar einigermaßen ordentlich sortiert. Es gab wirklich auch diese Flaschen, aber leider nur miese Farben und dann ein Preis der sich so richtig gewaschen hat. Zwischen 50 und 110€... Und ja die Flaschen waren leer, nix drin ahahah und dreggert noch dazu. Ihr könnt ja mal raten,  ob wir eine genommen haben...



Nachdem Station 1 ohne Erfolg absolviert wurde, gings weiter in die Schlucht von Verdon. Ein absolutes Highlight eines jeden Frankreich-Urlaubs. Ein riesiger türkis farbener See und Fluß der sich 700 m tief in das Gebirge gefressen hat. Bei Sonnenschein sicherlich atemberaubende Farbspiele. Bei bewölktem Wetter: Naja seht selbst. 



Das wäre ja noch zu verkraften gewesen, aber dann danach wollten wir uns ein kleines Boot mieten und damit mal in die Schlucht reinfahren. Wir haben auch unzählige Boote gesehen, die alle unterwegs waren, aber die fuhren alle nur AUS der Schlucht RAUS. Als wir beim Verleiher waren, ists uns dann gesagt worden, warum das so ist: Für heute is rebbo! Schluss mit Boote leihen! Gleich gibts an mächtigen Sturm und deswegen werden heute die Schotten dicht gemacht. Macht euch vom Acker, sozusagen. Hm, so a Mist. Ich hab gleich mal bei mei Wetterapp geschaut: Ja ok, bissla Regenwahrscheinlichkeit von 30% und 1mm Regen in den nächsten 24 Stunden. Also bitte. Der soll sich mal net so anstellen. Aber da war nix mehr zu machen. GRRRR.



Also 2 von 4 Nieten bisher. Wir haben uns dann auf den Weg ins Dörfchen gemacht, aber bei dem leichten Nieselregen, hatten wir darauf auch keinen Bock mehr. Wir können also net sagen, ob das Dörfchen nun wirklich so sagenumwoben ist, wie alle sagen >_<

Um wenigstens eins der 4 Ziele durchzuziehen, sind wir dann auf die Passstraße gefahren... Ja und dann? Dann ist die Hölle losgebrochen! Und zwar von oben! Brutaler Regen! Die Kinner ham ihr Hörspiel nimmer verstanden, trotz Boombox auf Anschlag. Ich verstehe jetzt ah, warum die vurrng unten beim Bootsverleih zugemacht haben. Der muss irgendwie a bessere App als iPhone "Wetter" gehabt ham ahahahah

Also was nun? 4 von 4 kläglich versagt. Was jetzt? Es war 14 Uhr und wir waren mitten am Arsch der Welt. Also so richtig in der Pämpers >_< 

Zurück zur Ferienwohnung: 2 Stunden Fahrzeit.

An die Strände der Cote d'Azur: 2 Stunden Fahrzeit.

Ja leck mich doch am Arsch du Frankreich! Wir sind dann wirklich nochmal zum Strand gefahren. Was aber auch ein Reinfall war. Weil wir einfach keinen Bock mehr hatten, einen geilen Strand zu suchen, sind wir einfach am nächstbesten ausgestiegen. Dort waren wir dann noch ne Stunde. Beim Heimfahren haben wir dann gemerkt, dass ein richtig geiler Sandstrand nur 500m weiter gewesen wäre. Also heut langts echt...

Gut, oder eher schlecht. Danach nochmal ne Stunde zurück zur Ferienwohnung und schonmal packen für morgen, wenn es zurück Richtung Deutschland geht. Einen Zwischenübernachtung wird es noch in Lyon geben. Vielleicht halten wir auch noch in Aix-en-Provence oder bei den Ockerfelsen, aber das sehen wir alles noch.


Soderla, Fazit ihr Franzosenfreunde:

Wir sind zuuuu viel gefahren. Unser Fehler. Ich denke es waren 2 Tage dabei, die haben wir uns durch die langen Autofahrten einfach versaut. Aber andererseits waren auch sehr schöne Ziele dabei, die wir ohne die längeren Fahrzeiten nicht erreicht hätten. Schwer zusagen, aber wir haben bisher schon 2600 km Runde runter und müssen noch 1200 km heimwärts. Natürlich kann man hier auch kleinere Brötchen backen und sich nur im Umkreis umschauen, aber ich bin da eher so: wenn ich schomal da bin, dann bitte die Brecher!

Unsere Unterkunft ist ein Traum.



Nach anfänglichen Schwierigkeiten hat sich dann sogar Frau Streng als sehr freundlich entpuppt. Die Küsten Südfrankreichs sind auch sehr beeindruckend. Es war auf jeden Fall eine Reise wert. Ob sie uns hier irgendwann ein zweites Mal sehen? Hmm, das lässt sich momentan nicht richtig sagen.

Das wars für diesen Urlaub. Die Rückreise werde ich nicht weiter dokumentieren. Au revoir, a bientot:-)

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