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Dienstag, 17. Mai 2022

TAg 9-10: Palma, Cala Figuera, Cap de Formentor

 Irgendwie hats uns heute doch noch nach Palma verschlagen. Es war heute auch net so heiß wie die Tage vorher. Eher nur so knapp 30 anstatt 34. Also sind wir mal reingefahren. Geparkt hammer direkt an der Kathedrale.



Dann sind wir einfach durch die Gassen ins Innere gelaufen. Hätte einen großen Platz erwartet, wo sich alles weng abspielt. Es gibt zwar einen "Placa Major", aber der is gräuslich. Das eigentliche Treiben findet in den ganzen Gassen statt, jedoch sind die nicht besonders sehenswert. Wir fandens insgesamt recht fad, aber war trotzdem mal einen Ausflug wert. 

Den ganzen Nachmittag haben wir uns wieder am Pool aufgehalten und sind auf abends nach Cala Figuera gefahren. Das ist ein kleines Fischerdörfchen. Wir haben uns davon ein leckeres Essen und einen Hafenspaziergang versprochen. Und was kann ich sagen? Wirklich sehr schön. Wären wir noch paar Stunden eher gekommen, dann hätten wir wahrscheinlich die ganzen Schiffkutter bei der Hafeneinfahrt beobachten können.





Für unser Abendessen sind wir dann in ein kleines französisches Lokal gegangen. Das lag leider nicht direkt am Hafen, sondern so halb in einer Großbaustelle umgeben von entstehenden Hotels, aber dafür war das Essen erste Sahne. Bedient hat die Besitzerin und gekocht hat ihr Mann. Was soll ich sagen. Nochmal eine Stufe besser als vor paar Tagen in Pollenca. Es gab als Vorspeise Oktopussalat und für den Hauptgang Seehecht bzw. Lachsravioli. Meine Güte, diese Franzosen habens wirklich drauf. 



Die Heimfahrt war bissla hart. Nach einer Flasche Wein im Dunkeln noch über ne Stunde auf den mallorquinischen Landstraßen rumdüsen kann ich net so empfehlen >_<


Letzter Tag:

Für heute haben wir uns das Cap de Formentor vorgenommen. Also erstmal natürlich den dort ansässigen  Strand. Das war diesmal ein Kieselstrand, aber dafür schön ruhig. Der Sandabschnitt wäre auch vorhanden gewesen, allerdings waren dort 1000 Touristen im Einsatz...

In dieser Ruhe genießt sich das alkoholische tequilahaltige Biermixgetränk viel angenehmer, wenn ihr versteht was ich meine!


Gegen Abend haben wir uns dann auf den Weg zum Leuchtturm und dem eigentlich Cap de Formentor gemacht, aber dieses Straßenschild hat uns etwas die Laune verdorben. 


Was genau es heißt kann man nicht so recht sagen: Auf Englisch würde ich sagen, dass die Straße nach 6 km gesperrt ist. Auf Deutsch denke ich, dass die STTTrasse irgendwas mit einem Aussichtspunkt in 6km am Hut hat. Also was jetzt? Wird des net mal von irgendwem kontrolliert bevor mer so a riesen Schild herstellt? Fahrräder sind auf jeden Fall verboten, ahahah. Wir sind natürlich mal reingefahren und genau nach 6 km war der Laden wirklich dicht. Kein Weiterkommen, aber dafür konnte man dort am Aussichtspunkt einen Blick auf den Leuchtturm am Ende des Kaps werfen. Auf dem Rückweg sind wir dann noch an einem sehr schönen Aussichtspunkt vorbeigekommen und haben unser letztes Bild für diesen Urlaub geschossen.


Morgen gehts früh raus. Um 11 geht der Flieger zurück nach Deutschland. War ein sehr schöner Urlaub. Anfangs haben wir noch gezweifelt ob Mallorca die richtige Wahl gewesen ist, aber jetzt nach 10 Tagen lässt sich ein solcher Mallorca-Urlaub wirklich empfehlen. Es gibt tolle Sachen zu sehen, man findet geniale Restaurants (natürlich mit etwas Glück) und die Strände sind dafür, dass man nur 2 Stunden fliegt, der Hammer. Dann bis zum nächsten Mal >_<

P.S. Erster Urlaub ohne Sonnenbrand!!!

Sonntag, 15. Mai 2022

Tag 8: Pool

 Heute wird der Eintrag ziemlich kurz: Wir warn nämlich den ganzen Tag zu Hause. Nur ich war mal kurz bei der Apotheke und hab einen Schnelltest besorgt. Michelles Fieber wurde nämlich noch nicht besser und sie war immer noch so schlapp. Aber zum Glück war der Test negativ. Das ist auch mein einziges Foto von heute: Der Name der Apotheke, die auch am Sonntag geöffnet hat (hat mir ein netter Lidl-Mitarbeiter auf seinem Handy gezeigt, nachdem er mir erzählt hat, dass es in Spanien die Schnelltests nur in Apotheken zu kaufen gibt.)



Da die Kinder heute nicht im Auto pennen konnten, sind sie jetzt schon beide im Bett! Vor 8 Uhr. Kaum zu glauben! 

Aber so einen ganzen Tag am Haus kriegst scho rum: Bissla sonnen, bissla lesen, zur Mittagszeit weng was aufn Grill schmeißen. Dann Kinderspielzeug ausm Pool erschnorcheln, wieder sonnen und was lesen... usw.

Der Urlaub neigt sich langsam dem Ende: Wir haben jetzt noch 2 volle Tage. Geplant sind noch ein Ausflug zum Cap de Formentor und der Besuch eines Fischerdörfchens. Beides jeweils verbunden mit einem Strandbesuch. Schauen wir mal ob das auch so klappt.

Aus unserem Besuch von Palma wird wohl nix mehr werden und zum Ballermann werden wir's wahrscheinlich ah nimmer schaffen >_<

Samstag, 14. Mai 2022

Tag 7: (Palma), Pool und Pollenca

Jetzt wird's hier richtig warm. Wir hatten heute 33 Grad und das wird jetzt schon anstrengend für die Kinder. Die kommen nämlich aus dem "mir ist zu heiß" sagen gar nimmer raus. 

Eigentlich wollten wir heute mal in Palma parken und uns wengla die Stadt anschauen. Vorher haben wir noch was eingekauft hier bei uns um die Ecke und da hat es sich schon abgezeichnet, dass Palma vielleicht nicht die beste Idee sein wird. Ein Gequengel und Gemoser. Aber über 30 Grad in der Knallsonne sind wohl wirklich zuviel für die Kinder. 

Ein Glück waren wir so vernünftig und sind dann wieder zurück zu unserem Häuschen gefahren. Am Pool ließ es sich dann doch besser aushalten. Kennt ihr noch Desperados? Nur echt wenn man oben ne Zitrone/Limone in den Flaschenhals steckt! Mega! Man nimmt einen Schluck und fühlt sich sofort zurück versetzt zu Zeiten der Abicher Kerwa beim Jack in der Scheune!


Aber die das Gemoser wurde nur spärlich weniger. Naja, wer seit paar Tagen erst um 11 einschläft und dafür trotzdem um 7 oder 8 auf der Matte steht, dem fehlen einfach 3 Stunden Schlaf pro Nacht und das merken wir jetzt bei den Kindern. Sobald wir im Auto sitzen pennen sie weg. Michelle ist heute Nachmittag auch einfach in der Hängematte weggeratzt. Die brauchen wohl ihre Siesta >_<

Auf Abend sind wir dann aber trotzdem nochmal los, nach Pollenca. Die Wahl fiel deshalb auf dieses kleine Städtchen, weil die Anfahrt nur 25 Minuten betrug. Wir sind dann wieder bissla durchgeschlendert und hatten anschließend ein bomben Abendessen. Also wirklich erstklassig. Wir hatten ja die letzten beide Male beim Essen gehen auch schon auf TripAdvisor gehört und nicht gerade Volltreffer gelandet, aber heute schon. Christina hatte Risotto mit Meeresfrüchten und ich einen Gambassalat. Beide Gerichte waren weltklasse und sicherlich unter den Top 5 Essen der letzten Jahre und das alles zu einem normalen Preis. 



Dann hätte man noch über 7000 Stufen auf sone Anhöhe laufen können, aber die Michelle hats bissla zerbröselt. Hoffen mal dass es nur a Stonnenstich ist. Ich bin dann mit Valentina noch bis zur Hälfte raufgelaufen. Von da hatte man einen schönen Ausblick über die Stadt.

Freitag, 13. Mai 2022

Tag 6: Höhle Cueavs de Arta und Strand

Dieses Bett macht uns langsam fertig. Weil unser Steinhäusla innen drin noch immer so Temperaturen unter 20 Grad hat, isses nachts dann ganz schön kühl. Richtige Zudecken haben die hier net. Eher so Laken auf Laken. Man kann sichs zwar einigermaßen herrichten im Zwiebel-Decken-Look, aber nach a paar Stund Schlaf is alles ein einziges Geraffel und Gewörch. Dann kommt noch dazu, dass es am Fußende leider so eine scheiss Begrenzung gibt, so dass ich mich halber quer nein Bett legen muss. Die Kissen sind natürlich wie immer 30cm hoch... Also wer in sonnen Bett gscheit schlafen kann der muss entweder total besoffen sei oder nur 1,50 m groß mit nem 30 cm Knick im Hals...

Nachdem ich mich also nach dem Aufwachen mit dem Schraubstock wieder eingerenkt hab, gabs Frühstück und wir sind zu einer der zahlreichen Höhlen gefahren. Die befinden sich aber alle an der Ostküste und somit hatten wir die bislang längste Anreise von 1 Stunde. Geht aber noch, wenn man bedenkt, dass wir in der Toskana teilweise 2 Stunden gefahren sind. Der Vergleich mit der Toskana ist eigentlich ganz gut. Toskana hat zwar insgesamt mehr zu bieten und ist schöner, aber Mallorca hat demgegenüber zwei große Vorteile: 

1) Wohnt man wie wir ziemlich zentral auf der Insel, so is alles innerhalb von 1 Stunde erreichbar. 

2) In Mallorca gibts traumhafte Strände.


Zurück zur Höhle: Der Parkplatz war nur viertel belegt und den Eindruck haben wir schon die ganzen Tage: Es ist noch relativ wenig los hier Mallorca. Haben uns mit einem unterhalten der hier öfter Urlaub macht und der meinte, dass es ab nächster Woche so richtig los geht. Dann ist Vatertag und dann wird's hier richtig voll auf der Insel bis August/September. 

Naja zurück zur Höhle: Ticket kaufen und dann erstmal warten. Die Führungen machen die nämlich immer stoßweise. Ich schätze mal so jede Stunde eine Führung. Wir mussten knapp 20 Minuten warten, war aber OK, weil die Aussicht vor der Höhle ganz cool war. Eine kleine Steilküste und echt megafarbenes Meer. 


Nun aber zur Höhle: Sehr beeindruckend, wenn man bedenkt dass es paar 100000 Jahre gedauert hat bis sich das alles geformt hat. Die Stalagmiten wachsen ca. 1 cm pro 100 Jahre. Die Höhle ist teilweise 50 m hoch und alles ist voll irgendwelchen Säulen. Der Eindruck den man beim Durchgehen hat lässt sich auch sehr schwer fotografieren, weil der 3D-Effekt total verloren geht. Wenn du durchläufst, dann ändert sich ständig der Blickwinkel und alles verschiebt sich zueinander. Naja genug geschwafelt. Hier paar Bilder.



Sie haben dort auch ne ordentliche Soundanlage und Lichtshow installiert. Heißt, es gab ein kurzes Konzert in der Höhle. Christina und ich haben uns gedacht, dass man jetzt nur noch die Höhle fluten müssten und dann drin tauchen!


Damit wir den ganzen weiten Weg nicht nur wegen der Höhle zurückgelegt haben, sind wir danach noch zu einem der unzähligen Strände hier. Diesmal ohne Wind und eine wirklich malerische Bucht. Der Eingang war schon vielversprechend:


Und der Strand hielt was der Eingang verspricht: Feinster weißer Sand, flacher Stand ideal für die Kinder zum Rumblödeln und das Wasser... die Farben... ich wusste garnet, dass es in Europa überhaupt solche Strände gibt. Man denkt da eher an andere Kontinente!



Donnerstag, 12. Mai 2022

Tag 5: Inca, Fornalutx

Der Schlafrhythmus verschiebt sich so langsam Richtung Urlaubsmodus. Die Kinder sind mittlerweile bis 10a wach und anstatt bis ummer 7a schlafen sie etz wenigstens bis 8a! 

Auch die Temperaturen passen so langsam. Man kann jetzt abends ohne Probleme draußen sitzen und tagsüber muss sich ah nimmer überwinden nein Pool zu springen. Endlich hab ich mei 30 Grad!

Heute war Markt in Inca. Das Städtchen war ganz schön voll und ich musste sogar auf spanisch einparken, weil die Lücken so eng waren. Falls es jemand noch net kennt: Man setzt solange zurück, bis das Auto hinter einem leicht wackelt. Dann das selbe Spiel mit dem Auto das vor einem steht. Durch dieses Angebumse arbeitet man sich Schritt für Schritt in die Parklücke. Für uns Deutsche unbegreiflich, aber in den südlichen Ländern musst du so einparken um net aufzufallen!

Auf dem Markt selbst wars dann mal so mal so: Mit Kindern net so der Brüller. Verkauft wurde ja jeder Schrott: Töpfe, Geldbeutel, sämtliche Klamotten, Küchenutensilien, Schmuck, Obst, Gemüse, Schuhe, Öfen, Gartenstühle, Heckenscheren, Armbänder usw. Also an Haufen Ramsch wennst mich frägst. 

Zum Glück gabs wenigstens einen ordentlichen Stand und der hatte Wurstwaren im Verkauf. Natürlich durfte man die leckeren Salami, Schinken, Käse und Oliven auch kosten. Das war dann auch das einzige was wir auf dem Markt gekauft haben.


Nachdem die Kinder danach ziemlich durch waren, gabs Mittag am Häuschen Spaghetti und 2-3 Stunden Poolspaß. Also ohne Pool würde der Urlaub net funktionieren. Der is ja sowas von essentiell für die Kinder und somit für unsere Nerven, Wahnsinn!


Auf 4a rum haben wir dann unser Zeug gepackt und sind nach Fornalutx gefahren. Ein wirklich malerisches Dorf im Gebirge und bisher das schönste auf unserer Reise. Enge Gassen, schöne Steinmauern und alles top gepflegt! Die haben dort eine Treppe, die gehört eigentlich auf jeden mallorquinischen Reiseführer als Titelbild (natürlich ohne die Klößköpf die sich hier eingeschlichen haben >_<).





Das Dorf liegt mitten in der Serra de Tramuntana, der Gebirgskette von Mallorca. Einen Eindruck vermittelt das erste Bild. Auf dem zweiten Bild haben wir von einem Aussichtspunkt aus den Hafen von Soller fotografiert. Ihr erinnert euch: Das wäre die Hafenstadt gewesen, die man noch hätte besuchen können, wenn man die 17:15 Uhr Rückfahrt gebucht hätte >_<



Auf dem Heimweg hab ich mir im Mallorca Fashion Outlet noch paar neue Flip Flops gegönnt, nachdem die Valentina sie gestern ins Meer geschleppt hat und sie durch den harten Wellengang zu Grunde gerichtet wurden. Das war dann schon das zweite paar Flip Flops das durch die Fluten ins Jenseits befördert wurde. Zur Erinnerung, das erste Paar starb eines tapferen Todes im Abicher Baggerloch einen Tag nach meiner Weltreise...

Mittwoch, 11. Mai 2022

Tag 4: Paella und Strand

A wengla hatter uns scho auf die Folter gespannt: Halber 11a hatter zwar net ganz gschafft, aber noch vor 11a isser wirklich aufgetaucht! Mit einer Tragetasche voller Zutaten und einem 5 Liter Wasserkanister.

Zuerst wurden Kräuter aus dem Garten gesammelt. Dann die vorbereiteten Zutaten erläutert und dann wurden wir Schritt für Schritt mit eingebunden. Ich erspar euch natürlich sämtliche Schritte. Jedenfalls ist das ein Rezept seiner Mutter und dauert "mas o menos" 1 bis 1 1/2 Stunden. Im folgenden sind ein paar Fotos der Entstehung zu sehen. Am Ende war das wirklich eine lustige Aktion, vor allem weil wir uns ständig auf spanisch unterhalten haben wobei er 95% und ich 5% geredet habe. Da die Paella ja zwischendurch ne halbe Stunde köchelt, hat er von Gott und der Welt erzählt: Dass die Schildkröten scho über 50 Jahr sind. Dass er über 40 Jahr in der Schuhfabrik gearbeitet hat. Dass wir dieses Häuschen beim nächsten Mal auch direkt bei ihm buchen können anstatt über AirBnb usw.

Am Ende wollte er nichtmal eine kleine Entschädigung für seine Kochaktion. Selbst bei den Zutaten bestand er darauf, dass wir nix dazuzahlen.

Geschmeckt hat sie natürlich, wie fast zu erwarten war, sehr gut. Da hatter wirklich was aus dem Hut gezaubert der alte Manolo!









Am Nachmittag haben wir dann unseren ersten Standbesuch gewagt. Ganz schön, aber ultra windig. Besonders lustig wenn die Kinder neben dir im Sand buddeln und zwar auf der Seite aus der Wind kommt >_<




Dienstag, 10. Mai 2022

Tag 3: Mit dem Roten Blitz nach Soller

Die Temperaturen halten sich noch etwas in Grenzen. Nicht dass es kühl wäre, wir haben so um die 25 °C, aber es soll die kommenden Tage auf 30°C steigen. Deswegen planen wir mal die ganzen Strandbesuche für demnächst und sind heute mit dem sogenannten Roten Blitz nach Soller gefahren.

Dabei handelt es sich nicht um ein Marvel Adventure sondern um eine 100-jährige Bimmelbahn die zwischen Palma und dem Dörfchen Soller wie eine Bergbahn pendelt. Es wird Nostalgie pur versprochen und wunderschöne Landschaften... Also los!


Ach halt! Erstmal nach Palma fahren. Durch den Verkehr mogeln. Tiefgarage ansteuern und zum Ticketschalter wackeln: Hin-und Rückfahrt wird zusammen gekauft. Und auch auf die Abfahrtszeiten muss man sich schon beim Kauf festgelegen (hm, wenn ich Recht überlege dann ist das eigentlich immer so...). Gut, für die Hinfahrt hatten wir nicht viel Wahlmöglichkeiten. Es war gerade halber Zwölf und die nächste Runde ging um 12:15 Uhr los. Das passt ja. Bei der Rückfahrt allerdings hat man schon viel mehr Auswahl: Entweder um 14 Uhr zurück oder 17:15 Uhr. Um die Entscheidung zu treffen, fehlt noch die Info, wie lang eine Fahrt dauert. Bitte sehr: Knapp über eine Stunde! Also... kurz gerechnet: "Rückfahrt um 14 Uhr ergibt in Soller knapp ne halbe Stunde Aufenthalt. Rückfahrt um 17:15 Uhr dementsprechend 3 Stunden mehr." Die Antwort ist leicht. Was meint ihr? Wirklich? Falsch! Die richtige Antwort mit zwei kleinen Kindern ist natürlich 14 Uhr. Das reicht um vom Bahnhof 200m ins Innendorf zu laufen, dort die Kirche zu fotografieren...

... den Kindern ein Eis zu kaufen und sich dann auf direktem Weg wieder zum Bahnhof zu begeben, einzusteigen und wieder zurückzufahren.



Natürlich könnte man in Soller auch noch länger verweilen und sogar mit der Straßenbahn bis zum Hafen von Soller fahren, aber das kann man natürlich auch beim nächsten Mallorcabesuch machen :-)

Die Hauptattraktion bleibt nunmal die Bahnfahrt und das wurde erst auf dem Rückweg so richtig erlebbar: Das rhythmische Geratter schläfert nämlich erst die Kinder ein. Dann hat man Ruhe um den Arm aus dem Fenster zu legen und einfach mal zu Glotzen, nix weiter. Und dann vermischt sich das Rattern und die Aufmachung des Zugs zusammen mit der Landschaft aus Bergen und Olivenhainen gepaart mit einer Prise Müdigkeit, Sonnenschein und Fahrtwind zu einen sehr entspannenden Tagtraum. Also, sofern es einem möglich ist auf dieser Fahrt zur Ruhe zu finden, dann ist es eine absolute Empfehlung. Man fühlt sich in die damalige Zeit zurückversetzt und ich denke das ist es auch was der Rote "Blitz" erreichen will.


Zurück am Häuschen sind die Kinder gleich in den Pool gestürmt. Mir isses ja wirklich noch a Ideela zu frisch, aber bin dann trotzdem mal nei: A Salzwasserpool! Merkt mer eigentlich überhaupt net, also wennst es net wasst. Schmeckt nur ganz minimal nach Salz. Frag mich wieso das net mehr Poolbesitzer machen? Anstatt dem Chlor mahn ich. Bin dann aber ah ganz schnell wieder naus. Ich brauch einfach mei 30 Grad und die werden demnächst hoffentlich fallen!

Fürs Abendessen sind wir in unserem Städtchen in einer Tapasbar abgestiegen. War gut, aber hat uns jetzt ah net total die Schuh ausgezohng. So kannst in Bamberg ah essen! Aaaaber, moing is ja soweit. Wenn der gute alte Manolo net komplett verkalkt ist, dann steht er hier morgen ab 10:30 Uhr auf der Matte und kocht sauber a Paella raus! Etz simmer alle gspannt was? >_<

Montag, 9. Mai 2022

Tag 2: Lidl und Valdemossa

Da wir wirklich überhaupt nix zum Essen hatten, war unsere erste Tat heute ein Einkauf beim Lidl und ein anschließendes Frühstück im Häuschen. Und dieses Häuschen was uns für die nächsten 9 Tage Zuflucht gewährt, möchte ich etwas näher beschreiben


Passend dazu bekamen wir heute kurz nach dem Frühstück Besuch von Manolo, dem Eigentümer. Er wohnt fast nebenan, ist Rentner und hat das alles hier aufgebaut bzw. hält es instand. Ein richtiger Handwerker. Leider spricht er nur spanisch und so mussten wir uns mit Händen und Füßen verständigen. Wenns gar nicht mehr anders ging, sogar mit GoogleTranslator. Ich muss zugeben, dass ich seit meiner Weltreise nicht mehr wirklich spanisch gesprochen habe. Hat es damals noch für das nötigste gereicht, reicht es jetzt kaum noch für das allernötigste hehe.

Auf jeden Fall haben wir hier Hühner direkt auf dem Grundstück deren Eier wir uns jeden Tag für den Eigenbedarf nehmen dürfen. Heute warens 7 Stück, das ist ja kaum zu schaffen >_< Dann leben hier Frösche und 8 Landschildkröten, davon 3 Babyschildkröten:



Alles was wir so auf dem Grundstück finden, dürfen wir für uns verwenden: Salat, Zitronen, Orangen etc. Es gibt eine klasse Kochnische im Außenbreich und einen Salzwasserpool. Aber was besonders hervorzuheben ist: Es ist wirklich alles blitzeblank sauber.

Bei der Einweisung der Außenküche, konnte es Manolo nicht lassen uns Bilder von seiner letzten Paella zu zeigen. Nach dieser Steilvorlage konnte ich es wiederum nicht lassen, ihn etwas dreist zu fragen, ob er sowas auch für uns machen würde? Nach einigen GoogleTranslatorGesprächen war dann wirklich klar, dass er das fast nie macht, aber wir ihm wohl sympathisch wären und er kommt am Mittwoch auf Mittag und kocht einen auf! Wir sind gespannt wie das wird :-)

Am Nachmittag haben wir dann einen kleinen Ausflug nach Valdemossa gemacht. Ein kleines Bergdörfchen, welches laut Reiseführer eines der meistbesuchten Dörfchen hier auf Mallorca sein soll. Zugeben, da war schon wengla was los, allerdings sind wir wesentlich größere Menschenmengen in den kleinen Städtchen der Toskana gewohnt. 


Alles in allem einen Ausflug wert. Fast noch interessanter waren die 1000 Haarnadelkurven auf den Serpentinen Richtung "Hafen von Valedmossa". Keine Ahnung wieviel 100 Meter es da runterging, aber teilweise passt gerade ein Auto durch. Zum Glück war nicht all zu viel los auf dem Weg, bis auf paarmal Gegenverkehr und Radfahrer, die sich diese Strecke ohne E-Bike geben :-)


Unten angekommen war das spektakulärste das kristallklare Wasser. Aber einen Strand gab es nicht, weder Sand noch Kiesel. Sondern nur eine Bucht, um die teuren Boote zu Wasser zu lassen. Aber unser Boot wird gerade noch in St. Tropez gewartet, von daher konnten wir nur die Füße reinhalten.


Wieder zurück am Häuschen durften die Kinder dann endlich mal in den Pool und ich hab mich um das leibliche Woche gekümmert



Tag 1: Vorbereitungen und Ankunft in Mallorca

Eigentlich müsste man ja bei Tag -2 oder -1 anfangen: "Ryanair und seine Gepäckrichtlinie". Bei Ryanair kostet alles extra, das dürfte bekannt sein: Frei ist nur ein Handgepäckstück mit den Abmaßen 40x25x20 cm. Taschen oder Rucksäcke in einer solchen Größe zu finden ist gar nicht mal so ohne. Wir haben dann zwar was gefunden, aber dazu wird's später noch interessant.

Da wir ja trotzdem paar Sachen in Mallorca brauchen, habe ich also 2 mal 20 kg zugebucht. Kostet mehr als die Tickets an sich! Schon witzig... Nach mehrmaligen Probepacken mussten wir aber feststellen, dass wir damit einfach nicht hinkommen. Die Kinder kommen allein fast auf 20 kg und wir zu zweit auch 20 kg wird hart, selbst wenn ich mich auf die berühmte Unterhose + Ersatzunterhose beschränke. Also nochmal 10 kg dazu.

Die Frage aller Fragen die ich mir zu dem ganzen Thema Gewicht und Abmaße so stelle: "Wie streng nimmt Ryanair denn seine eigenen Vorschriften?" Soll ich da bissla Luft beim Packen lassen? Lieber nur 49 kg Gesamtgewicht? Schließlich steht auf der Homepage von Ryanair, dass jedes Extrakilo mit 9€ verrechnet wird. Einen ersten Hinweis gab es bei der Gepäckaufgabe. Die Dame will die Tickets sehen und fragt dann erstmal, wieviel Gepäckstücke ich aufgeben will? "Ich denk mir, das steht bestimmt auf deinem Monitor nachdem zu mein Ticket gescannt hast und antworte aber höflich: "drei :-)" (Ich will die Tante ja nicht gleich verärgern!). Also alle drei nach und nach aufgelegt... Zum Gewicht hat sie garnichts gesagt. Der Stress war also schonmal ummer sünst :-)



Das Thema Abmaße habe ich dann mal beim Boarding beobachtet: Die Taschen und Rücksäcke die Leute so rumgetragen haben, hätten NIE und NIMMER in den vorgesehen "Gepäckchecker" von 40x25x20 cm gepasst. Schließlich "wirbt" Ryanair ja auf ihrer Homepage, dass jedes Handgepäckstück da reinpassen muss, ansonsten muss es für 69,95€ in den Frachtraum. 

Aber weder von "Gepäckchecker" noch von den witzigen Abmaßen 40x25x20 cm scheinen die Damen von Ryanair gehört zu haben. Es wird meiner Meinung nach ja nichtmal die Anzahl der Handgepäckstücke überprüft.

Aber seis drum, so isses halt. Da macht mer sich als anständiger Bürger einfach zu viel Gedanken! Die Einschüchterungstaktik ihrer Homepage ist bei mir jedenfalls aufgegangen. Ich würde Ryanair noch vorschlagen, in Zukunft auch das Gewicht der Passagiere zu checken. Alles über 85 kg muss dann auch pro Kilo 9€ Zuschlag zahlen, kleiner Scherz...

So ca. 40 Minuten Verspätung hatten wir schon beim Abflug. Nachdem wir also ewig gewartet haben und die Kinder immer unruhiger wurden, ist die Michelle dann eigenständig zum Boardingpersonal gelaufen und hat gefragt wann wir fliegen: "In 10 Minuten! In 10 Minuten!" war wohl die Antwort, weil mit dieser Antwort ist sie freudeschreiend zu unserem Warteplatz zurück gerannt. Dadurch wusste dann auch jeder deutschsprachige Fluggast wanns losging!


Das Reiseklientel selbst hätte man jetzt mehr Richtung Ballermann/Junggesellenabschied erwartet, aber es gab im Flieger nur 3 Jungs die ständig Dosenbier geordert haben. Ansonsten alles dabei.



Nach 2 Stunde Flug und der Gewissheit dass alle Koffer angekommen sind, bestand die nächste Aufgabe darin, unseren Mietwagen zu finden. Direkt nach der Landung bekam ich eine WhatsApp mit der Angabe auf welchem Parkdeck und -platz das Auto zu finden sei. Der Schlüssel läge auf dem Vorderrad! Gefunden haben wirs gleich und zum Glück konnte ich zwei Tage vorher noch vom Minimodell auf einen Capture umbuchen, sonst hätten unsere ganze Gepäckstücke niemals reingepasst.

Nächster Schritt: zur Unterkunft fahren. Das war leicht. Schlüssel für das Tor und die Haustüre waren neben dem Tor in einer Schlüsselbox: Der Code lautet 2017!

Leider war es nun schon zu spät zum Einkaufen. Selbst in Malle haben die Geschäfte am Sonntag dann ab 18 Uhr irgendwann mal zu und wir hatten schon 20 Uhr. Zum Glück hat der Hausverwalter uns ein paar Gebäckstücke (nicht Gepäckstücke) bereitgestellt. Dazu noch 6 Eier und ein Wasser. Zusammen mit unseren Laugenstangenresten und einer Handvoll Nussmischung ergab das ein prima Abendessen >_<