Montag, 7. September 2026

Tag 14-15: Transfer und Rückflug

 Wir sind am Ende unserer Reise angekommen. Heute stand die lange Fahrt (3 Stunden) vom Süden wieder zurück in die Nähe von Tirana, so dass wir morgen nur noch ein kurzes Stück zum Flughafen haben. 

Viel passiert ist heute aber nicht wirklich mehr. Nachm einchecken haben wir den Nachmittag am Pool verbracht. 



Aber nur so am Pool rumliegen den ganzen Tag ist fei nix für mich! Ich brauch immer irgendwas zum werkeln oder erkunden…

Das Abendessen war aber nochmal richtig der Hammer: wir haben alle Vorspeisen bestellt und dafür kein Hauptgericht! Ist ne gute Taktik >_< 

Morgen früh fahren wir dann von hier zum Flughafen, Auto abgeben und dann ab nach Schland!

Was kann man jetzt zu Albanien sagen: ganz klar „up and down“: was mir so richtig Erinnerung bleiben wird sind die Ausflüge zum Blauen Auge in Theth, die Erkundung im Osum Canyon und die Aquarium Bay bei Himare. Das waren wirklich absolute Highlights. Genervt hat die Fahrerei und die vollgepflasterten Strände. Das Essen war durchweg gut bis super. Wir hatten null Probleme mit dem Magen, Mücken oder der Sicherheit. Die Albaner sind alle sehr freundlich und hilfsbereit auch wenn sie auf den ersten Blick manchmal etwas unsympathisch wirken. Landschaftlich hat es uns jedoch nicht umgehauen: abseits der Hotspots ist das Land sehr trocken und langweilig. Die Tierwelt hat nichts zu bieten und wie viele Länder haben auch die Albaner ein echtes Müllproblem! Und was die so an Zigaretten wegrauchen hier ist auch net normal >_< 

Und nun zu den Kosten:

Flug: 900€

Mietwagen: 630€

Hotels: 1690€

Essen, Sprit, Unternehmungen: ~ 1800€

So dass man in Summe auf ~5000€ kommt, was ungefähr 340€ pro Tag ausmacht und damit wesentlich günstiger als Bali (410€), Thailand (475€) oder Italien (420€) ist.

Damit bedank ich mich fürs Lesen und bis zum nächsten Mal im November aus Ägypten.


Sonntag, 6. September 2026

Tag 13: Borsh

 Tag Nummer 2 in Borsh und die Frage: "Wie faul kann man eigentlich sein?". Also wir waren heut sehr faul! Hier der Beweis:

Schlafen bis 8:27 Uhr

Im Bett rumblödeln: 8:54 Uhr

Frühstück: 9:41 Uhr

Was fürs gute Gewissen tun während der Rest auf der Couch rumblödelt: 11:18 Uhr


Einen Einkauf starten: 12:24 Uhr


Tablet glotzen, während das Wasser erhitzt wird: 13:03 Uhr


Gescheiten Drybag googlen, während das Wasser erhitzt wird: 13:25 Uhr


Neue Wasserschuhe googlen, während das Wasser erhitzt wird: 13:37 Uhr

Die unendliche Geschichte zu Ende erzählen, während das Wasser erhitzt wird: 13:55 Uhr

Nudeln rein, nachdem das Wasser endlich mal kocht: 14:02 Uhr *grrr*


Mittagessen: 14:12 Uhr

Sich an den Strand schleppen, weil es vorher zu heiß war: 15:38 Uhr


Steine fotografieren: 17:03 Uhr


Im Sonnenuntergang rumblödeln: 18:41 Uhr


Sich vom Meer verabschieden: 18:54 Uhr


Abendessen gehen: 20:34 Uhr

Blog schreiben: 23 Uhr

Gut Nacht >_< 

Samstag, 5. September 2026

Tag 12: Aquarium Bay / Borsh

 Die Nacht war kurz. Bin irgendwann nach 2 Uhr eingeschlafen und ab 7 Uhr durch die Löschhubschrauber geweckt worden. Wir sind also nicht abgebrannt! Aber dafür war die ganze Gegend dermaßen verraucht! Mit zwei Armeehubschraubern sind sie gekommen und haben Wasser geschöpft.


Immer und immer wieder. Wir sind dann vor dem Frühstück nochmal zu der Stelle gelaufen, von wo ich gestern Nacht das Feuer fotografiert habe. Aber dort war nichts zu sehen außer Rauch.


War schon irgendwie cool, dass sie mit den Löschhubschraubern im Einsatz waren. Hab ein super Video gemacht, dass irgendwie für Albanien passt. Kontrast in 12 Sekunden:


Dann Frühstück und das Packen war ja einfach ahahaha: war ja alles schon im Auto von letzter Nacht >_< Unseren letzten Tag in Himare haben wir dann nochmal am Aquarium Bay verbracht, der Bucht, wo wir schon vor 2 Tagen waren. Der Aufstieg war ja mittlerweile bekannt und mein Parkplatz vom letzten Mal war auch wieder frei.


Ich muss schon sagen, dass diese Bucht echt geil ist. Irgendwie scheint fes dort mitten in Meer wieder unterirdische Süßwasser-Quellen zu geben: Teilweise ist das ein Geflimmere unter Wasser, wenn sich Süß- und Salzwasser vermischen. Noch dazu kommt ein Temperaturunterschied von 20 Grad! Fast wie im Barracuda-Lake auf den Philippinen. Bist grad so am Schnorcheln und auf einmal kommt wieder so Schwall kaltes Wasser, dass es dich richtig schockfrostet >_<

Unter Wasser gab diesmal einen Sardellenschwarm zu sehen (oder Sardinen, die Problematik hatten wir ja letztes Jahr schon >_<) das wars aber auch schon. Dann lieber wieder bissla von oben aufs Wasser glotzen, während die Kinder ihre Skills im Klippenspringen verbessern!


Ach ja, was ich mal anmerken muss: Falls sich einer fragt, wo die ganzen Mercedes hin sind, die in Deutschland ausrangiert werden: Hier in Albanien finden sie ein neues Zuhause! Jeder der was auch sich hält, der fährt hier Benz! Soviel Benzen hab ich scho lang nimmer gsehn! Und das hier ist das älteste Exemplar was ich gefunden habe. Und der fährt auch noch, denn als wir vor 2 Tagen hier waren, stand der noch nicht mitten in der Einfahrt. Scheint dem Halsabschneider von Eis- und Schirmchenverkäufer zu gehören >_<



Nach 3 Stunden Wasser, ging's ab nach Borsh! Bei Borsh nicht das "B" weglassen! Fahrzeit nur 40 Minuten. Borsh besteht aus einem 7km langen Strand (wahrscheinlich der längste in Albanien), dahinter eine Straße die mehr oder weniger gut betoniert ist. Dazwischen Jede Menge Liegen und Schirmchen bzw. auch mal ne Beachbar und hinter der Straße Restaurants und Hotels. Seitenstraßen gibt es so gut wie keine. Maximal mal 50m rein um zum Hotel zu kommen. Geparkt wird wild am Rand. Ein einziges Durcheinander. Und das die gaaaaaanzen 7km lang! Auftraaaaagen, poliiiiiiieren!

Genau unser Ding oder? Also für einen Tag (heute) kann man es schon mal mitmachen. Wir müssen uns die Liegen diesmal nicht mal extra kaufen, sondern die sind quasi kostenfrei durch das Hotel gestellt. Jedes Zimmer hat seinen Schirm sowie 2 Liegen und gekennzeichnet werden sie durch einen Marke mit der Zimmernummer die oben im Schirm hängt. Als wir dort angekommen sind, haben wir wie die Deppen unseren Platz gesucht. Und auch gefunden: Zimmer 501, letzte Reihe! Das kannjawoninawahrsein! Ich also geschaut wo noch was frei ist: Erste Reihe, Zimmer 101! Pah! Das nehm ich mir einfach. Zimmer 101 ist entweder nicht da oder schon wieder weg. Wie auch immer. Ich hab einfach die Marken ausgetauscht und zack war Zimmer 501 auf einmal in der ersten Reihe! Wie toll! Paar andere Gäste auf ihren Liegen haben schon wenig blöd gekuckt, aber wen juckts >_<

Ich war zu freggt um auch nur ein einziges Bild vom Strand zu machen. Bin sofort weggepennt während die Kinder auf so Plattformen im Meer gespielt haben. 

Ach übrigens: der Grund warum wir überhaupt hier in Borsh gelandet sind ist nicht der Ort oder der Strand, sondern die Tatsache, dass wir für die 2 Tage nirgendwo anders ein besseres Hotel vom Preisleistungsverhältnis gefunden haben, wie das hier (wir waren einfach mal wieder zu spät dran, weil zu faul!). Und das ist der Hauptgrund: Unsere Premium Dachterrasse mit Blick auf den Sonnenuntergang! Der kommt hier übrigens scho um 7 Uhr, so dass ichs grade noch rechtzeitig aus der Dusche geschafft habe >_<


Was natürlich noch eine Nummer geiler wäre, wäre ein Pool hier oben! Ich denke das werde ich der Besitzerin mal vorschlagen >_< 

Tag 11: Himare / Filikuri Beach

 Was für ein verrückter Tag. Es ist 0:39 Uhr und ich habe gerade die nassen Sachen aus dem Auto geholt, die wir zuvor reingepackt haben. Warum? Dazu gleich mehr.

Es fing wirklich sehr gechillt an. Nach dem Frühstück haben wir uns an den Pool gelegt und erstmal bis 13 Uhr gar nichts gemacht. 


So auf 14 Uhr sind wir dann Richtung Potami Beach gleich hier um die Ecke aufgebrochen, mit dem Ziel einen wassertauglichen Untersatz zu mieten und damit um die Felsenklippe zum Filikuri Beach zu paddeln. Die Idee ist ja einfach, aber an der Umsetzung haben wir uns fast die Zähne ausgebissen. Man könnte übrigens auch zum Filikuri Beach wandern und über einen sehr steilen, fast 30m vertikalen Abstieg runterklettern. Wir sind aber net ganz so krank, zumindest wenn wir die Kinder dabei haben. Auf dem Abstieg hat es laut Medienberichten letztes Jahr einen Todesfall gegeben, also lieber die (vermeintlich) sichere Route über das Meer. 

Einen Verleiher haben wir schnell gefunden. Die Frage war nur ob Kajak oder SUP. Kinder wollten SUP, Christina Kajak. Ich war mir unsicher. Da ich keinen Plan habe, ob ein Kajak sinkt, wenn es komplett voll mit Wasser ist, haben wir doch lieber ein SUP gewählt. Der Gedanke war, dass das Ding zumindest immer an der Oberfläche schwimmt, auch wenn mal ne Welle reinschwappt. Also das Ding gemietet und der Verleiher meinte noch, dass man ca. 20 Minuten braucht um dorthin zu paddeln. Kinder und ich waren auf dem SUP, ich am Rudern und die Christina ist die Strecke nebenher geschwommen. Ganz so einfach wie ich mir das vorgestellt habe war es aber nicht:

1. hatte ich wieder das miese Problem mit dem nicht vorhandenen Drybag. Also alle Sachen in eine Art Umhängerucksack gepackt und den dann um mich gehängt. Erst hinten, dann vorne. Irgendwie keinen richtigen Platz gefunden und ständig wurde er von den Welle angeschwappt.

2. SUP auf dem offenen Meer ist eine ganz andere Nummer als am Ebensfelder See oder im Main. Und zwar eine ganz ganz andere! Keine Chance im Stehen! Selbst auf Knien sehr wackelig. Anfangs wollte sich die Valentina noch ziehen lassen, aber die habe ich dann schnell aufs SUP beordert, weil das echt anstrengend war. Hatten Gegenwellen und Gegenwind! Dazu noch ständig aufpassen, dass der Umhängesack nicht nass wird... 

Die Überfahrt hat auch keine 20 Minuten gedauert sondern eher Richtung ganze Stunde. 

So und jetzt steigern wir uns bissla in der heutigen Dramaturgie: Die Landung war heftig: Schon mal ein SUP an nem Strand gelandet, wo 1m hohe Wellen reinpreschen? Es gibt zwei Möglichkeiten: Entweder frontal rein! Das wäre die bessere Alternativ, dann bekommt das SUP zwar sehr viel Speed aber landet ordentlich am Strand. Oder Variante 2: leicht schräg einfahren. Das ist die weniger gute Idee. Das SUP macht kurz einen auf Surfbrett und schmeißt dann alle Insassen per Highsider über Bord + es fällt dann im Anschluss auch noch direkt auf dich drauf. Als unerfahrener Meeres-SUP-Strang-Lander habe ich Variante 2 gewählt! Aber diesen Fehler mache ich nur einmal im Leben! Michelle wurde ordentlich abgeräumt, aber wir waren am Strand. 

Jetzt zum Strand. Ich weiß garnet was so toll an dem Strand ein soll. Sieht genau so aus wie auf der anderen Seite vom Felsen von wo aus wir gestartet sind. Ich denke dass der Strand einfach aufgrund seiner Lage gehypt wird.


Dramaturgie nächste Kapitel: Ich bin mit den Kinder aus dem Strandbereich rausgepaddelt und sie wollten vom SUP ins Wasser springen. Soweit so gut. Irgendwann sind wir dann wieder Richtung Strand und die Kindern wollten schwimmen. Also gut, ich hinterher und war nur 5m weg. Auf einmal verschluckt sich Michelle an einer Welle und war total geschockt. Ich hab sie dann aufs SUP gezogen und erstmal beruhigt, aber sie hat im Nachhinein erzählt, dass sie dachte sie geht unter und dass das verschluckte Wasser sehr weh getan hat.... Ou mann ou mann....

Daraufhin wieder zurück zum Strand per SUP. Diesmal frontal und dann haben wir mehr oder weniger schon wieder zammgepackt. REICHT! Christina war zwischenzeitlich mal Schnorcheln aber mittlerweile war der Wellengang so hart, dass wirklich 2m hohe Wellen am Strand angekommen sind.

Wir haben also das SUP quer über die Strand getragen, um eine Stelle zu finden, wo wir wenigstens etwas beruhigter einsteigen konnten. Der Vorgang sieht dann so aus: Ich versuch den richtigen Moment zu wählen um das SUP über die Wellen zu schieben, dann so schnell wie möglich aufsteigen und dabei den Umhängebeutel nicht unter Wasser setzen! Das hat geklappt, dann das SUP stabilisieren und ca. 10m vom Strand entfernt warten, um nicht in die brechenden Wellen zu kommen. Christina hat dann die Kinder zum SUP begleitet und schwimmend aufgesattelt. 

Dann waren wir zumindest bereit für die Rückreise. Alle 4 an Bord. Aber jetzt setzt das Meer noch einen drauf! Wellengang war mittlerweile ziemlich heftig und ordentlich Gegenwind. Ich denke wir waren keine 20 m weit gekommen, da kam ne Welle von der Seite, das SUP neigt sich stark und Christina ist abgeflogen. Halb so wild für die Christina: die Sonnenbrille blieb drauf, aber bissla schockierend für die Michelle, weil die in Fahrtrichtung rückwärts saß und den Abflug direkt gesehen hat. Uff! Die Rückfahrt  kann was werden. (ich hab in Google Maps übrigens so 2km Fahrtweg per Boot abgeschätzt) Ab dem Zeitpunkt hat sich die Christina hinten ans SUP gekrallt und Heckantrieb + Stabilisator gespielt.

Dann sind wir im Schneckentempo rausgepaddelt... Also es war dermaßen Wellengang. Ich will ja nicht maßlos übertreiben, aber die Täler und Spitzen der Wellen waren locker 4 m auseinander. Unser Glück war, dass die Spitzen nie richtig überschwappten sondern einfach nur heftig rauf und runter gingen. (man könnte jetzt einen Witz mit up and down machen, aber zu dem Zeitpunkt war keine Zeit für Witze). Dadurch lag war das SUP zwar ordentlich in Bewegung aber zum Glück immer komplett mit dem Wasser in Kontakt. Ich denke wenn da einmal der Wind druntergeht, dann fliegen wir alle 4 in hohen Bogen... So sind wir also in gebürtigem Abstand zu den Felsen langsam vor uns hingepaddelt. Eine Schaukelei! Das war nicht in Worte zu fassen. Christina wollte immer noch weiter raus aufs Meer um von den Felsen wegzukommen und ich wollte eher net so weit, ein Drama. 

Valentina war sauer, weil ich ihre Fragen nicht beantwortet hab während der Überfahrt. Aber ich hab sie erstens aufgrund des Winds kaum verstanden und zweitens war ich voll drauf konzentriert dass wir mit SUP nicht umkippen! Michelle fand die Situation noch beschissener und wollte sofort raus. Aber es gab kein schnelles raus! Stattdessen mussten wir uns wirklich im Schneckentempo vorwärtskämpfen. Irgendwann kam ein Kajak mit 2 Insassen vorbei. Die waren etwas Scheller als wir, aber haben genauso geschaukelt. Es gab zumindest kurzzeitig ein gutes Gefühl, dass wir nicht allein sind.

Also wennst mich fragst, absolut riskant. Das konnte man bei der Hinfahrt ja nicht wirklich ahnen. Da sah alles rosig und ruhig aus. Ich hatte sogar kurz überlegt umzukehren und am Filikuri Beach zu warten, bis sich die Wellen legen, aber da hätten wir lange warten können, denn der Wind ging bis zum Sonnenuntergang Vollgas weiter. Und die ganze Partie im Dunkeln wäre noch krasser gewesen!

Als wir um die letzte Felsklippe rumwaren, und den Strand gesehen haben, von wo wir gestartet sind, ging's etwas bergauf mit der Stimmung. Obwohl der Wellengang bis dorthin stark anhielt, sind wir jetzt nicht mehr quer zu den Wellen gefahren, sondern in Wellenrichtung zum Strand. Die Gefahr des Kenterns war damit gebannt. 

Die Rückfahrt hat über ne Stunde gedauert und wir haben 3 Kreuze gemacht, als wir wieder an Land waren. Leck fett!

Der Kerl vom Verleih hat am Ende nur 2h verlangt. Ihm war wohl klar, dass das heftig war. Als ich gemeint hatte, dass das "fucking dangerous" sei, hat er stumm genickt...

Nach dem Schock sind wir Essen gegangen. Diesmal ohne Zwischenfall. Essen war super und besonders toll er war der Sonnenuntergang währenddessen. Sind dann nach dem Essen noch für einen Mojito am Strand geblieben (nachts kosten die Liegen nichts >_<) und die Kinder haben ne Stunde mit den 5 Katzenbabies gespielt die vor 1 Monat geschlüpft sind!




Aber wir sind ja noch nicht am Ende des Tages. Falls ihr euch jetzt fragt, warum ich um 0:39 Uhr die nassen Klamotten aus dem Auto hole, dann will ichs euch gerne erzählen:

Auf dem Rückweg zu unserer Unterkunft hat man schon gesehen, dass es irgendeine Art rotes Licht am Himmel gibt. Erst dachten wir noch, dass ist entweder ne Disco oder sowas. Aber als wir immer näher in die Richtung fuhren war klar: Da brennts! Die rauchige Luft hat das auch noch bestätigt. Der Weg zur Unterkunft fuhr direkt dran vorbei. Keine Ahnung wie weit weg das letztendlich war, aber man konnte deutlich die Flammen erkennen. Zum Glück liegt unserer Unterkunft in der Richtung aus der der Wind kam und ca. 1 km weg vom Geschehen, aber die Rauchwolken waren heftig. 


In der Unterkunft waren die Leute am schauen und diskutieren und die ersten haben ihre Autos beladen. Zumindest das haben wir dann auch gemacht. Als die ersten gesagt haben, dass sie Unterkunft verlassen, kamen wir dann auch ins Zweifeln... Mittlerweile war es schon auf den News-Seiten zu lesen, dass es sich um einen Großbrand oberhalb von Himare handelt. Da unser Hotel am Berg liegt, waren wir natürlich nochmal näher dran. Als das Auto vollgeladen war, war die Idee einfach rauszufahren und außerhalb zu warten was passiert. Das Problem ist nämlich, dass wir von dem Berg nicht direkt fliehen können sondern unten durch die Stadt müssen. Und wenn dort Chaos ausbricht, dann geht verkehrstechnisch nichts mehr! Durch diesen Ort kommst ja unter normalen Umständen schon kaum durch. 

Also was jetzt rausfahren oder nicht? Zumindest hat der Wind aufgehört und ich denke das hat die Situation entspannt. Jedenfalls haben sich die Kinder dann doch hingelegt (es war so 23 Uhr) und ich bin nochmal den Berg weiter hoch um mir selbst ein Bild zu machen (also keine Angst, das Feuer war auch von oben am Berg noch ca. 1 km weit entfernt im nächsten Tal / Berg, ABER es hat ordentlich gebrannt. Ich hab ne Stunde beobachtet: in der Zeit  hat sich das Feuer richtig in den Berg gefressen! zum Glück weg aus unserer Richtung. Die näheren Bereiche waren alle am abglimmen, aber überall waren rote Lichter zu sehen. 



Da oben von dem Punkt wo ich geschaut hab, hat sich einiges versammelt. Andere Gäste aus anderen Hotels, paar Albaner, auch mal die Polizei (die meinte, dass wird ins Zentrum von Himare sollten). Naja letztendlich kams mir dann so vor, als zieht das Feuer weiter weg und die Bereiche in unserer Richtung sind unter Kontrolle. Deswegen bleiben wir jetzt da und hoffen dass kein Wind mehr kommt!

Was für ein Tag! Kranker Schei***

Donnerstag, 3. September 2026

Tag 10: Himare / Aquarium Bay

 Hier gehts uns wie bei den Venga Boys: "up and down". Während gestern ja eher ein mittelguter Tag war, wars heute wieder echt spitze!

Das fing schon beim Frühstück an: Da es hier in dem Kabuff ja kein Frühstück gibt, haben wir uns gestern paar Haferflocken, Milch und Kornflakes eingekauft. Bissla Obst und Joghurt nei und fertig. Ich nehm zwar noch lieber a Ei mit Avocado auf Salat-Toast, aber so a Müsli taugt mehr als die albanischen Frühstücks-Varianten. 

Anschließend haben wir uns ausgerüstet mit Snacks, Wasser sowie Schnorcheln, denn heute ging's zum Aquarium Bay. Einer Bucht hier gleich um die Ecke, die aber nicht vollgepflastert ist mit Liegestühlen und Schirmen, sondern einfach mal so gelassen wurde, wie sie ist. Der Grund dafür ist einfach: Es gibt keinen gscheiten Zugang. Man kommt hier nicht mit dem Auto hin, es sei denn man hat n Jeep mit Allrad oder ist sehr waagemutig was den Mietwagen angeht. Und da ich ungern mit irgendwelchen geliehenen Karren stecken bleiben möchte (bin schon mal mit nem Roller in Thailand im letzten Hinterland liegen geblieben und musste mich dann mit Machete zurückkämpfen) müssen wir den Fußweg starten. Ganz so schlimm wie es sich anhört ist das aber nicht. Ich sag mal so: ein normaler Erwachsener braucht dafür 20-30 Minuten. Wir brauchen halt immer bissla länger, die zwei Gründe dafür sollten bekannt sein >_<

Bin dann sogar noch bis an den allerletzten Zipfel asphaltierter Straße gefahren und hab riskant am Steilhang geparkt. Alles nur, dass die zwei Faulpelze so wenig wie möglich laufen müssen!


Nach einem kurzen Marsch durch den roten Sand konnten wir dann auch schon einen ersten Blick erhaschen. Hm sieht sehr gut aus, und dann ein paar weiteren Kurven waren wir dort. Schönes Büchtchen!



Diesmal hatten wir wirklich nix zu mosern! Also haben wir uns ein freies Plätzchen gesucht und unserer Sachen im albanischen Schließfach verstaut: alles in die Ecke schmeißen, Hemd drüber, fertig. Obwohl ich dachte, dass es hier gar nix gibt, hat doch trotzdem so ein findiger Albaner einen Schirmverleih arrangiert. Aber eher so, dass er die alten Paulaner- und Aldi-Schirme aus den 90ern aufgekauft hat und hier für (ich vermute mal 10€) verleiht. Aber wir machen das natürlich ohne den Schirm-Quatsch. Der Halsabschneider hat schon 2 * 4€ für ein Eis bekommen, das muss ja wohl reichen!


Die Bucht selber, das Wasser und der Spaßfaktor waren aber alles hervorragend! Zuerst hat sich jeder bissla ausgetobt. Die Kinder haben gleich wieder die Klippenspringer entdeckt und wollten auch unbedingt. Ein paarmal haben wir sie aus 5m springen lassen, aber dann haben wir sie runter auf 2-3m beordert! Die wären am liebsten noch höher nauf.... waren bestimmt 8m von ganz oben. 


Dann haben wir ne Schnorchelrunde um den gesamten Felsen gestartet. Also ich sag mal so: da gibts schon bissla was zu sehen und auch recht farbige Fische dabei. Ich denk aber, das ist das Maximum was man an dieser Küste so rausholen kann. Die Größe und vor allem die Vielzahl der Fische ist hier net so wirklich gegeben. War trotzdem schön mal wieder bissla Action unter Wasser zu haben. Wer aber Schnorcheln will braucht net nach Albanien kommen.

Der Rest des Tages war zur freien Verfügung >_< Unter anderem Klippenspringen, Rumliegen, auf der Luftmatratze abhängen, Klettern und (mein Favorit) ganz vorne an den Klippen sitzen und mal 30 Minuten aufs Meer glotzen, während einem der Wind nur so um die Ohren pfeift!




Eigentlich hatten wir den Plan, dass wir noch bis zum Abend bleiben wollten. Und dann auf dem Rückweg am höchsten Punkt was Essen, mit Blick auf den Sonnenuntergang. Allerdings war das Wetter nimmer so ganz optimal: Von der südlichen Küste gabs in der Ferne schon ziemliche Wolken und Blitze, so dass wir doch lieber etwas früher abgedampft sind als geplant... Das Lokal mit Aussicht auf dem Rückweg hatte übrigens mittlerweile auch zu (vielleicht wegen dem Wetter...) 


Zurück im Hotel sind die Kinder noch ne Runde in den Pool und dann warmer Pizza essen (einmal im Urlaub muss sein >_<). Ich sag mal so: basso scho, aber ich hätte dem sicher noch den ein oder anderen Tipp geben können! Irgendwie fällt schon auf, dass die hier mit Gewürzen sehr vorsichtig sind. Auch diese ganzen Muttis die für uns gekocht haben. Hätte überall noch ne Würze vertragen können.  

Soderla, die Aquarium Bucht hat ihrem Namen alle Ehre gemacht und ich kann die echt uneingeschränkt empfehlen! Von dieser Art soll es hier noch ein zwei weitere geben. Mal schauen, ob wir noch einen solchen Volltreffer landen oder ob es morgen wieder "down" geht.

Mittwoch, 2. September 2026

Tag 9: Ksamil / Himare

 Heut wirds ein kurzer Eintrag. Also erstmal Entwarnung, alle sind fit hehe >_<

Insgesamt 4h waren es zu unserer nächsten Unterkunft aber da wir so nahe an Ksamil vorbeifahren mussten, haben wir dort einen Zwischenstopp eingelegt. Bekannt vor allem für seine vorgelagerten kleinen Inseln die es scheinbar wirken lassen wie auf den Malediven… hm kann scho sei…. Allerdings war ich noch net auf den Malediven, kanns also net sagen… auf mich hats eher überlaufen gewirkt. Die sind hier ja hier nimmer normal was die an Liegen und Schirmen auffahren. Aus den Bewertungen auf Google Maps liest man, dass teilweise bis zu 50€ für die Liegen in der vordersten Reihe aufgerufen werden und für so spezielle Netze, welche 2 m über dem Meer hängen bis zu 120 €… also alles nur um drin zu liegen… tagsüber! Nachts musst wieder weg, falls ihr auf die Idee gekommen wärt gleich die Nacht in dem Ding zu verbringen, dass sich der Preis wenigstens lohnt…

Wir sind absichtlich etwas außerhalb aufgeschlagen und haben dann in den unbebauten Randgebiet mal ne Stelle gefunden wo man einfach so ins Wasser konnte. Allerdings eher felsig. Vorher mussten die Kinder unbedingt noch dem Wasserspielzeugverkäufer auf den Leim gehen, aber was soll ich machen… ist ja ihr Urlaubsgeld >_< 


Es gab sogar paar Fische zu sehen unter Wasser aber nichts aufregendes. Das beste war noch, dass meine Maske, die ich mir auf Koh Tao gekauft habe und seitdem noch nicht ausprobieren könnte, wirklich sehr gut funktioniert! Wenigstens was!

Auf dem Rückweg zum Auto hat man dann das ganze Ausmaß der Schirm-Bepflanzung mal erahnen können! Schirme wie Gnus in der Serengeti soweit das Auge reicht und dazu noch Partymusik aus allen Richtungen gleichzeitig. Kann mir kanner erzählen dass das schön ist? Aber scheinbar schon, weil die Strände sind gerammelt voll…



Naja nochmal 1,5 h weiter in die heutige Unterkunft und dazu muss ich eine kleine Geschichte erzählen, denn eigentlich wollten wir diese Unterkunft am Ende garnicht nehmen. Das war so: während der Zeit, in der wir die ganzen Hotels ausgesucht haben, habe ich mehrere Buchungen parallel laufen gelassen, weil alle mit kostenloser Stornierung waren. Zum Zeitpunkt der Buchung, irgendwann Mai oder Juni war die Frist für die Stornierung ja noch in weiter Ferne (August). Als ich nach langer Zeit so Anfang Mitte August dann alle Buchungen noch mal kontrolliert habe und auch versucht habe die ungewollten Buchungen zu stornieren, hat mich der Schlag getroffen! Zwei  Buchungen für den gleichen Zeitraum und für beide war die kostenlose Stornierung bereits abgelaufen. Bei einem Hotel hatte ich Glück und die haben trotzdem noch kostenlos storniert. Das andere Hotel, und das ist das, in dem wir jetzt hier sitzen, hat nicht mit sich verhandeln lassen. So blieb uns also nichts anderes übrig, als das zu nehmen. Der Vorteil dieser Unterkunft ist, dass es einen Pool für die Kinder gibt. Der Nachteil ist, dass es am Berg von Himara liegt und um von dort oben in Innenstadt zu kommen, braucht man 10 Minuten mit dem Auto und findet dann keinen Parkplatz… auch schwach: am Pool keinen mitgebrachten Getränke verzehren und Frühstück inklusive ist auch nicht!

Naja egal jetzt hammer des halt mal die nächsten 3 Nächte. Miese Albaner!

Also nachmittags am Pool und auf abends dann aufgebrochen Richtung Strandpromenade um was zu essen zu finden. Parkplatzfinden ging, aber ob man da wirklich parken sollte war dem Schild nicht zu entnehmen. Da eh grad die Polizei angewackelt kam, hab ich mir gedacht: „frag die doch mal, die wissen bestimmt was“. Aber die wussten auch nix! Sie sind hier nämlich den ersten Tag da und müssen sich auch erstmal zurechtfinden. Sein Tipp war nur: „also kannst scho stehen bleiben! Falls es einen Strafzettel gibt sollte der net mehr als 10€ kosten! Wovon du nur die Hälfte berühren musst…“ aha, ergibt keinen Sinn für mich aber egal >_< sind dann einfach essen gegangen und danach kurz an der Promenade gewesen. Essen war allerdings hervorragend!! Fischplatte und Risotto. 


Mal schauen was des hier noch so wird. Wollen morgen mal einen Stand suchen, an dem man einfach mal normal hingehen kann ohne diese bedepperten Liegen und Schirmchen…

Dienstag, 1. September 2026

Tag 8: Lengarcia Schlucht / Benjas

Heute früh hat die aber ein Frühstück aufgezimmert! Es war unmöglich alles zu schaffen. Allein dieser Berg an Krapfen oder was des war. Scheint hier in der Unterkunft der Brotersatz zu sein, denn ich hab nix anders gefunden, um die Feigenmarmelade und den Honig draufzuschmieren. Die Kinder fanden die Pizza zum Frühstück ganz gut ahahahah und von der riesen Menge blieb dann gleich was als Lunch-Paket übrig. 



Danach führt uns der Weg in die Lengarcia-Schlucht. Ein Canyon verbunden mit warmen Quellen (ich schreib extra nicht heißte Quellen, weil das Wasser eher so angenehme 24 Grad hatte). Bevor wir aber dort angekommen sind, konnte man das Unheil des Gewitters von letzter Nacht schon erahnen. Aus dem schönen türkisblauen Fluss ist eine richtige Schlammbrühe geworden die ordentlich Morast geführt hat (dazu gleich mehr >_<).

Die Albaner sind in diesem Canyon gerade fett am aufrüsten. Die alten Parkplätze auf der Wiese/Sand werden bald ausgedient haben, weil sie einen riesen Eingangs-Komplex zu dieser Schlucht bauen. Der besteht hauptsächlich aus Parkplätzen und Camping-Plätzen so wie es aussieht. Wahrscheinlich kostet das parken dann irgendwann auch nicht mehr nur 2€ sondern entsprechend mehr plus evtl. sogar Eintritt für den Canyon.... wer weiß.... Jedenfalls mussten wir erstmal durch den langen halbfertigen Parkplatz laufen, bis wir am Anfang des Canyons ankamen. 


Falls ihr euch denkt: Rennt der Trottel bereits am 8. Tag mit der gleichen Badehose rum? Ja und nein, also ich hab schon noch eine andere dabei, aber blöderweise habe ich eine mitgenommen, die keine Hosentaschen hat.... deswegen muss die hier jetzt öfter herhalten als gedacht. Wo soll ich denn sonst mein Handy reinstecken! >_< Dafür war die Farbe dieser Badehose für heute ein bisschen besser geeignet als die meiner anderen Badehose (dazu gleich mehr >_<).

Dort angekommen, haben wir erstmal die osmanische Eingangsbrücke bestiegen, von wo man einen guten Ausblick auf die ersten Thermal-Bäder hatte.



Ingesamt waren im ganzen Canyon 7 oder 8 solche Becken verteilt. War schon angenehm da drin zu liegen, aber am schönsten war es trotzdem in den Naturbecken. Die waren mit Steinen "gebaut" und ich vermute mal stark, dass das früher hier bei allen Becken so war? Bis irgendwann die Betonmischer hier ordentlich Schwimmbecken hingemauert haben, die in meinen Augen aber nicht mehr so schön sind. Christina hat ihr Plätzchen gleich gefunden:



Nachdem die erste Stunde rum war, die ersten Fotos gemacht wurden und alle Becken durchprobiert wurden, fängt eigentlich die beste Zeit an: das ist mir jetzt schon die letzten Tage aufgefallen: So richtig ist man erst an einem Ort gewesen, wenn man mindestens mal mehrere Stunden dort verbringt. Erst dann lässt man sich drauf ein und kann das genießen. Alles vorher ist nur aussteigen, schnell Fotos machen, und den Ort abhaken. Wir waren aber insgesamt 8h Stunden hier. Also kann ich ja wohl behaupten, dass ich weiß wovon ich rede >_<

Wir beobachten also die Leute so und sehen immer wieder wie die sich mit diesem Morast vom Ufer einreiben und sich dann von der Sonne trocknen lassen. Zum Abschluss tauchen sie ins Dreckwasser ab (Dauerregen und Gewitter von gestern sei Dank) und waschen sich die Suppen wieder runter! Ich fand's bissla bescheuert erstmal. Das haben die entweder in einem Reiseführer gelesen oder irgendeiner hats vorgemacht und jetzt muss das jeder nachmachen...

Aber irgendwann haben auch unsere Kinder dieses Schlammloch spitz gekriegt und wozu das führt, was gleich klar: Einsuhlen und zwar von oben bis unten, ahahahah. Ich kann mir schon vorstellen, dass das einen heiden Spaß macht: bis zu den Knien in dem schmierigen Schlamm einzusinken und dann halb steckenzubleiben >_< Aber das ist doch nur was für Kinder oder? Naja irgendwie hats mich doch gejuckt ahahahaha und dann standen wir da zu dritt im Morast und haben uns gegenseitig eingesaut!




Und so lächerlich wie am Anfang find ichs jetzt garnicht mehr! Ob des irgendeine Wirkung hat?... keine Ahnung. ABER: du brauchst definitiv keine Sonnencreme. Der Schlamm kühlt dermaßen, dass du denkst du siehst im Schatten obwohl du in der knallen Sonne stehst. Die Elefanten in Afrika sind garnet mal so blöd, wenn sie des machen. Man darf allerdings erstens, nicht seinen Mund vollschmieren, weil des Zeug ist so fein wie Polierpaste, das bekommt man nicht mehr ausm Mund raus... und zweitens, nicht zu lange warten bis der Siff komplett getrocknet ist: sobald das nämlich anfängt im Gesicht zu bröseln, fliegt einem alles in die Augen und man kann die ja net ausreiben, weil die Griffel voller Schlamm hängen >_< Das beutetet: rechtzeitig ins Flusswasser steigen und wieder abwaschen. Und man glaubt es kaum: Obwohl das Wasser im Fluss genau so dreggert ausschaut, wie man selbst, bekommt man sich doch wieder sauber! Anschließend noch kurz in die Thermal-Becken für den Finalen Waschgang und alles glänzt wieder... Naja fast: Die Badeklamotten haben scho sehr gelitten! Aber es geht grad so, solange man die passende Farben anhat, fällt es net so auf >_< Valentinas gelber Bikini ist jetzt eher so ocker. 

Dann sind wir weiter in den Canyon reingewandert. Insgesamt könnte man fast 4 km reingehen, aber soweit wollten wir garnicht. Übrigens bräuchte man dazu entweder gscheite Wasserschuhe, die wie eine zweite Haut sizten oder man braucht Fußsohlen aus Stahl und geht barfuß: Diese Schlammfelder die sich immer wieder unter Wasser ansiedeln, ziehen dir im wahrsten Sinne des Wortes die Schuhe aus! Also ohne Schmarrn, man bleibt einfach in dem Schlamm stecken, also die Schuhe bleiben stecken! Barfuß kein Problem, aber wenns dann wieder steiniger wird, dann gehts nicht ohne Wasserschuhe. Also ein ständigen aus- und anziehen. Ach egal...

Übrigens war der Canyon teilweise komplett leer, bis auf mich ahahaha! (ich bin aber nicht so leicht zu finden!)


Am Ende wars wie immer: Wir mussten dann mal raus aus der Sonne. Waren alle kurz vorm Sonnenbrand aber die Kinder wollten nur noch "ein bißchen bleiben"... Die wären noch bis zum Sonnenuntergang geblieben!

Wieder in der Unterkunft hab ich dann zumindest den gröbsten Dreck rausgewaschen. Ihr wisst ja, bin auf meine Badehose angewiesen ahahahah


Zum Abendessen waren wir in dem Lokal gegenüber von dem gestern. Etwas vornehmer und etwas teuerer, aber auch lecker und zum Glück einen Kellner, der nicht alles serviert was wir bestellt hatten! Irgendwie war unser Hunger größer als der Magen. Das Lamm, das Hähnchenfilet, die Fleischbällchen, der Salat und die beiden Pommes waren dermaßen ausreichend, dass wir ganz froh waren, dass der Fisch, den ich ebenfalls noch bestellt hatte, nicht serviert wurde. Als der Nachbartisch seinen Fisch bekam, war klar, dass er unseren Fisch vergessen hat. Ich bin dann gleich hin und habs gsacht: er hat sich sofort entschuldigt und wollte gleich den Befehl "Fisch" in die Küche rufen, da konnte ich ihn gerade noch aufhalten und beruhigen: "alles gut! wir brauchen den Fisch nicht mehr, weil wir den Rest hier kaum schaffen" >_< Aber Auftischen wie die Großen!


Ich frag mich jetzt nur, ob der Salat so optimal war... Geschmacklich sehr gut! Die nutzen hier so süßlichere Zwiebeln! Aber ich war scho des dritte Mal aufm Topf seitdem ich den Blog hier schreibe. Wird schon schiefgehen heute Nacht...

Morgen beenden wir das Kapitel Schluchtenscheisser und machen uns auf den Weg an die Riviera Albaniens. Ich hoff die ham dort paar ordentliche Strände auf Lager, sonst gibts leider wieder Punktanzug! Wär doch schade, wos doch die letzten Tage hier ganz gut war!