Montag, 31. August 2026

Tag 7: Permet / Vjosa

 Entweder waghalsig durch die Berge über die neu gebaute Strecke, die scheinbar noch nicht komplett freigegeben ist, oder den sicheren Weg über die Autobahn. Autobahn 3h, aber auf jeden Fall asphaltiert. Neue Strecke durch die Berge, ca. 2 Stunden und laut Hotelbesitzer vor 6 Monaten aufgemacht. Hm, was würdet ihr wählen? Ich hab mich für Autobahn entschieden. Alles andere ist mir zu heiß! Wenn die Strecke nicht offen ist, dann müssen wir umkehren und verlieren noch mehr Zeit. Die alte Verbindung durch die Berge ist wohl nur für 4x4 Allradantrieb gedacht, geht also auch nicht mit unserer Kia. Und da ich ja weiß, dass aus meinem Freund Hotelbesitzer auch gern mal der Raki spricht, fahren wir lieber 3 h Autobahn >_<

Als Ziel ein Zwischenstopp, wie immer, aber diesmal haben wir den erst 30 Minuten vor dem Ende. Vorher ist einfach nix zu sehen was uns interessiert. Natürlich könnte man sich Ausgrabungsstätten anschauen oder ein Dorf am See, aber macht das mal mit 2 Nörglern, die du nur mit Wasserspaß locken kannst >_<

Also besteht unser Zwischenstopp aus Baden am Fluss Vjosa, dem Hauptfluss hier in der Gegend und womöglich dem längsten wilden Fluss Europas (steht so im Reiseführer)! "Baden am Fluss" lässt sich aber schwer in Google Maps eingegeben und so musste ein etwas markanteres Ziel her. Diesmal: Wieder ein Blue Hole, also ein Karstquelle, die direkt neben dem Fluss entspringt. 

Wenn man dort am Straßenrand ankommt, dann sieht man als erstes nur eine kleine Abfahrt für 4x4 Autos die zum halb ausgetrockneten Flussbett führt; einen Roller der oben steht und ein halbfreggtes BMX. Weiter unten steht ein Kappo und angelt neben seinem Schlauchboot und Jeep. Naja bissla verlassen das hier alles... Also nochmal auf Google Maps gecheckt: ja wir sind schon richtig! Müssen nur über den Fluss kommen! 

Runterlaufen ging ja noch easy. Der Typ mit der Angel heißt Freddy und bestätigt, dass da drüben die Quelle ist. Er würde unser aber auch gleich einen Wasserfall 4 km flussabwärts empfehlen und für die kleine Unsumme von 50€ fährt er uns per Boot dahin und wieder zurück. Ahahhaahah der spinnt wohl! Nix gibts. Wir wagen uns durch den Fluss. Schließlich ist da gerade ein Albaner quer durchgelaufen, also können wir das auch. Aber erstmal das ganze Geraffel was wir mit runtergeschleppt haben wieder oben ins Auto legen: Hier braucht man keine Handtücher, Wechselklamotten oder Snacks. Hier brauchst du nur Badehose und Wasserschuhe. Na gut, ich brauch noch einen Autoschlüssel (wobei ich schomal überlegt habe, den irgendwo zu verstecken, dass ich ihn nicht mit ins Wasser nehmen muss) und ein Handy, um die Sachen für die Nachwelt zu dokumentieren >_< Wo wir beim Problem wären: Schon gestern im Canyon wäre so ein Mini-Drybag fürs Handy echt net schlecht gewesen. @Tobi, du kannst ja mal hören lassen, ob dein Ding was taugt. Ansonsten wäre vielleicht ne wasserfeste Hülle nicht schlecht oder einfach das neuste iPhone ahahaha (soll wohl wasserdicht sein). Jedenfalls ist es immer ein Ritt auf Messers Schneide durch den Fluss zu waten und das Handy hochzuhalten hehe. Hat aber alles geklappt. 

Drüben angekommen hat man es sofort an den Füßen gemerkt! 5 °C schätzt ich! Die Quelle hat sich mit dem Flusswasser gemischt, was um die 20 Grad gehabt haben muss. Und so sieht das dann dort aus! 


Hammer Farben mal wieder aber dermaßen kalt. Also wirklich soooo kalt... war mir zu kalt um reinzutauchen. So ein kleiner Albaner musste natürlich wieder von oben reinspringen, Hat aber knapp 10 Minuten gebraucht, bis er sich getraut hat. 

Wir haben uns dann eher im Fluss aufgehalten und langsam kam Leben hier in den Flussabschnitt. Scheinbar hatte die Jugend Schulaus, denn immer mehr kamen zum Schwimmen und zum Springen vom Rand. Das scheint hier ein beliebtes Spiel zu sein: Oben reinspringen, dann 100m treiben lassen und wieder flussaufwärts klettern >_< Der freundliche Albaner Andi hat uns erklärt, wo wir lang müssen und wo wir springen können. Als die Kinder das einmal raus hatten, ging's wieder nur noch rauf und runter und rauf und runter >_<


Ich weiß nicht wie lange wir wieder dort waren, aber 3 Stunden bestimmt. Schönes Ding. Als wir weitergefahren sind, war es richtig voll an dem Abschnitt (also immer noch recht verlassen aber so 20-30 Leute mehr im Vergleich zum Anfang) weil mittlerweile auch andere Touristen eingetrudelt sind.

Wieder im Auto, waren die letzten 30 Minuten zur Unterkunft dann natürlich super easy. Haben uns im nächsten Tante-Emma-Laden noch ein Eis gegönnt und die Christina hat endlich mal ne Coke-Zero gefunden. Okok, nicht das original sondern die Code-Zero von Pepsi. 


War auch bitter nötig. Heute hats 41 °C gehabt! Ein Brutkasten, wobei es sich nicht so mega schlimm angefühlt hat. Es ging immer ein mittelstarker Wind, so dass man sich wie in einem Mega-Föhn gefühlt hat! Ich liebe es, ahahhhaaha! 

Kurz in der Unterkunft eingecheckt und dann sind wir gleich wieder Richtung Fluss gelaufen um zu speisen. Auf dem Weg dorthin gabs schonmal die Vorspeise: Feigen! Die hängen wieder mal überall rum und man muss nur zugreifen. Jedenfalls machen wir das einfach, werd sich scho kanner aufregen. So viel wie da dran hängen und schon faul am Boden liegen, sind die paar die wir hier dieben bestimmt kein Problem!



Auf dem Fluss kann man auch Raften, aber das ist eher Kinderkacke bei dem Wasserstand. Wenn die nicht alle gleichzeitig paddeln, dann kommen sie kaum vorwärts. Wenn die Paddel überhaupt komplett ins Wasser reichen, denn an manchen Stellen ist der Fluss nicht tiefer als bis zu den Knien. 


Abends hat ein Regenbogen ein heftiges Gewitter angekündigt. Unsere Gastgeberin hat noch gesagt, dass es hier seit 3 Monaten nicht einen Tropfen geregnet hat >_< Harte Nummer!


Dafür heute dann so richtig. Bestimmt 2-3 Stunden ging es sich hier so richtig ab. Ich denk die 41 °C mussten sich abreagieren hehe. Das hat übrigens auch dazu geführt, dass 2 mal der Strom weg war. Jedesmal bestimmt ne Stunde. Aber wir haben die Zeit gut genutzt und den Kindern Schnauz beigebracht >_<

Das wäre für heute! Ah, etwas noch: vielleicht wieder mal ein kurzer Blick in die Kategorie "Albaner-Style": Nach knapp ner Woche durch teilweise verdorrte Steppe, musste ich heute mal die Scheibenwaschanlage anschmeißen. Und was kommt da raus? Wasser! Aber nur: Wasser! Nix mit Scheibenwaschmittel... der Kerl hat die einfach mit Wasser aufgefüllt! Aber die Scheiben waren danach trotzdem sauber >_<


Tag 6: Osum Canyon

 Heute war wieder ein richtig geiler Tag. Wir haben uns auf den Weg in den Osum Canyon gemacht. Dazu mussten wir ca. 1.5 h Bergstraßen fahren, aber wir sind ja trainiert darin >_<

Als Ziel im Navi hab ich einen View Point angegeben. Der Plan war erst ein paar Bilder machen und dann ins Wasser stürzen. Das mit dem Aussichtspunkt hat noch ganz gut geklappt:


Aber wie zum Henker kommen wir da jetzt ins Wasser? Wir sind bestimmt 50-100 m zu hoch >_< Also mal bissla googlen und die Lösung war ziemlich simple. Einfach weiter reinfahren und bei der Bar "The Oasis of the Canyons" aussteigen. Wir haben aber schon auf halber Strecke dorthin Leute im Fluss gesehen und sind deshalb gleich mal rechts rangefahren. Parken auf der Straße natürlich. Da wir ziemlich auf Flusshöhe waren mussten wir nur über ein riesiges ausgetrocknetes Flussbett laufen. Schließlich haben wir sogar etwas Wasser gefunden und sind dann erstmal ne Stunden geblieben.




Aber irgendwie war es uns noch zu wenig schluchtig! Also wieder zum Auto und nochmal 5 Minuten weiter die Straße langgefahren. Den Parkplatz vom der Oasis-Bar war leicht zu finden und schluchtig wars hier auch... und wie!!! Das heißt wir mussten erst mal den halsbrecherischen Abstieg nehmen. Besser gut festhalten. Unten wars dann aber der Hammer! Sind eigentlich sofort nach Ankunft flussaufwärts gewatschelt, teilweise mit Handy, um paar Fotos zu machen und dann komplett ohne, um zu schwimmen und dann wieder mit Handy geschwommen, um noch weiter rein zukommen und dort auch Fotos machen zu können ahahahh.



Nach 1-2 Stunden bin ich dann zum besagten Imbiss gewackelt und hab mir die Karte angesehen: Pommes und gegrillte Forelle; nehm ich! Hat sehr lecker geschmeckt. Wahnsinn wie die einem im nirgendwo einfach was geiles zu Beißen auftischen. Das gefällt mir dann schon wieder echt gut!

Danach haben wir auch noch flussabwärts erkundet. Die Kinder ham sich in der Strömung treiben lassen und sind dann wieder zurückgeschwommen. Und das ganze wieder von vorn... Sie wären immer noch dort wenn wir sie nicht rausgezogen hätten! Ich bin in der Zwischenzeit noch weiter gewandert/geschwommen. Ist schon der Hammer wenn die Felswände fast komplett zusammengehen und du da durch schwimmst. Keine Ahnung wie hoch die Felsen waren. Irgendwas zwischen 50-100m. Kann das schlecht schätzen. Sehr toll auf jeden Fall.



Der Weg mit dem Auto zurück nach Berat ging wie im Flug. 1.5h sind mittlerweile ein Katzensprung. Die schönen Bergstraßen lassen sich aber auch angenehm schleichen (mehr als 40 geht eh net. Außer du bist Albaner und lebensmüde). Kurz im Hotel geduscht und dann gleich wieder los ins Zentrum gelaufen um die schönen Häuschen bei Nacht zu beobachten. Zum Abschluss noch ein gutes Abendessen und wieder zurückmarschiert. 



Ich muss sagen, dass sich Albanien heute von einer anderen Seite gezeigt hat: Keine halbausgebauten Autobahnen und Touri-Strände. Stattdessen wildere Gegenden und beeindruckende Natur. Das ist eher unser Ding! Ich wäre ja fast geneigt zu sagen, dass Albanien heute alles richtig gemacht hat; wäre da nicht die Sache mit den Smoothies gewesen, die wir auf dem Rückweg gekauft haben. Die haben doch tatsächlich alles gemixt und dann die Eiswürfel im Ganzen oben reingekippt... Was soll ich dazu noch sagen... Dabei weiß doch jeder Anfänger, dass die man die Eiswürfel mit in den Mixer haut! Was für Amateure! Die Verkäuferin gehört unbedingt nach Thailand in die Smoothie/Shake-Schule geschickt >_<







Samstag, 29. August 2026

Tag 5: Berat

 Mal wieder Autofahren… Haha selber Schuld könnten an sagen, aber anders kommst halt net von A nach B. Nach Berat sinds 3.5h für 130km. (kleiner Funfact: Würde man jetzt um 23 Uhr fahren dann würde es laut Navi in 1 Stunde 40 Minuten gehen… vielleicht mal überlegen ob das besser wäre ahahaha). 

Damits net ganz so schlimm wird verlängern wir die Fahrzeit auf 4h und machen dafür einen Abstecher ans Meer. Strandtechnisch hat sich aber nichts zu gestern geändert: Weiterhin schwarzer Sand-Strand, fast alles vollgepflastert mit Liegen und Schirmen. Wasser zwar warm, aber drin gibts nichts zu sehen. Keine Korallen, Fische, etc... haut mich ja echt nicht um. Ganz im Gegenteil siehts da bei den Kindern aus: Denen gfällts und die sind stundenlang drin. Zwischendurch muss man sie mal wieder einfangen, weil sie durch die kleinen Wellen 100m abgetrieben sind, aber ansonsten können die hier drin bleiben, bis sie aufweichen >_<


Nach dem Strand mussten wir noch die letzte der 4h Autofahrt hinter uns bringen und sind jetzt in Berat gelandet. Die Stadt der 1000 Fenster. 


Unser Hotelbesitzer ist a alda Leerwaafen und babbelt beim Check-in bestimmt 10 Minuten ohne Punkt und Komma... Hauptsache er hat uns a schönes Fischlokal empfohlen., wo wir uns spät abends noch 2-3 Teller Fisch einverleibt haben. 


Für Berat selbst war es schon zu spät heute. Vielleicht klappt ja morgen Abend ein kleiner Spaziergang durch die Stadt, dass wir diese 1000 Fenster auch mal bei nacht und in schön beleuchtet sehen!

Mehr kann ich heut ah net erzählen. Momentan bockts net so (also das gilt jetzt für mich). Die Fahrerei nervt mich. Die Strände sind bisher eher mittelmäßig. Ich hoffe auf die nächsten Tage wenn wir paar Schluchten erkunden, denn wie wir wissen, kann die Natur hier echt der Hammer sein! Bisher stehen die Chancen schlecht, dass es mich hier nochmal herzieht >_< aber die Christina sagt, ich soll es net so negativ sehen hehe. Also Daumen hoch!

Freitag, 28. August 2026

Tag 4: Mrizi Zavana Agritourismo

Der Weg von Theth zurück hat sich ganz schön gezogen. Insgesamt waren wir 3 Stunden unterwegs bis wir am Strand waren. Ich hab glaube ich hab voll unterschätzt wie lange hier die Autostrecken dauern… am Ende warens zwar nur 120km aber du kommst halt hier einfach net gscheit vorwärts!

Aufm Weg zum Stand haben wir noch an einer Bäckerei gehalten. Dort gabs Blätterteig in Fett mit Zwiebeln und Tomaten. Kammer scho essen wenn man gscheit Hunger hat. Haut mich aber alles net um.

Der Strand war dann wiederum ganz lustig, zumindest von der Anfahrt her: erst geht’s durch einen Ferienort mit riesen Hotels, dann immer weiter bis man aus dem Ort raus ist und die Straße parallel zum Meer weitergeht. Man fährt quasi am Strand entlang im befestigten Sand. Wenn man an gscheiten Jeep hätte, dann könnte man sogar noch weiterfahren, wir haben dann aber bei ner Strandbar geparkt. 


Und jetzt kommt die Premiere: noch nie in meinem Leben habe ich für eine Liege und einen Sonnenschirm am Strand Geld bezahlt, und damit meine ich noch nie (damals in Ägypten waren die inklusive) aber heute war’s dann soweit: 10€ für zwei Liegen und einen Sonnenschirm… aber was hätt ich denn machen sollen: Es fehlen halt einfach die Palmen wo man sich mal in den Schatten legen kann. Albanien muss noch viel lernen!

Die Kinder hatten jedenfalls ihren Spaß im Meer und ich hab ne Runde gedöst. Paar hundert Meter weiter hätte man noch auf eine Sanddüne klettern können (50m hoch wird behauptet) aber der dunkle Sand war dermaßen heiß dass selbst die 10 m zum Wasser die Fußsohlen gegrillt haben. 

Nach so 2-3 Stunden ging’s weiter, denn der Strand war ja nur ein Zwischenstopp auf den Weg zu unserer Unterkunft: ein Agritourismo! Also quasi ein Bauernhof mit Gastwirtschaft und Übernachtungsmöglichkeit und alles auf Bio. 

Der Weg dorthin war allerdings wieder katastrophal: 20 km in einer Stunde… mir grauts bissla vor den nächsten Tagen: bis wir dann irgendwann in 5 Tagen an der Riviera ankommen, haben wir laut Navi noch 3 mal dreistündige Etappen… und am Ende wieder 4 h zum Flughafen. Dabei ist des Land netmal so groß wie Bayern!

Die Unterkunft war allerdings der Hammer: das war schon damals von den Bildern auf booking klar. Deshalb habe ich extra gefragt ob wir zu viert im Dreibettzimmer schlafen dürfen: nicht aus Geiz Augen weil das Zimmer so cool gemacht ist! Glasfront und Matratzen aufm Boden! Auch von außen echt geil gemacht!



Wir schauen mal wie die Nacht wird. Falls ich wie beim Zelten wieder von rechts und links verprügelt werde, weich auf den Bettvorleger aus >_< 

Wir sind dann noch bissla auf der Anlage herumgelaufen und ich hab dem Chef hier noch erklärt was in Albanien alles so verkehrt läuft! Er hat sich einsichtig gezeigt und schaut mal was er machen kann >_< 


Christina konnte sich des Gschmarri net mit anhören und hat sich lieber ein Glas Wein gegönnt!


Auf das Abendessen haben wir uns schon seit der Abreise in Deutschland gefreut. War auch wirklich gut aber leider auch bissla Massenabfertigung. Man kam mit dem Essen garnet hinterher, so schnell haben die einen Gang nach dem andern aufgetischt. Schade eigentlich, denn die Sachen waren sehr lecker!




Donnerstag, 27. August 2026

Tag 3: Theth


Die Wanderung zum blauen Auge stand heute an. Dazu muss man sich aber erstmal stärken. Frühstück Nummer #2 in Albanien ist aber trotz Hausfrauenkost auch nicht viel besser als das erste. Die Auswahl ist größer, aber gegen so ein Egg Benedict oder irgendwelchem Asia-Kram ala frittierte Banane stinkt Albanien bisher doch sehr ab... 

Bissla was geht trotzdem rein und so starten wir auf die 30 minütige Fahrt bis ans Ende der Welt, also bis dahin wo in diesem Tal die asphaltierten Straßen aufhören. Praktisch daran, die Straße mündet direkt in einen Parkplatz. Alles eingepackt und dann laufen wir mal los. Ein gemütlicher und einfacher Wanderweg von ca. 2,5 km one way. Ah Moment! Streiche "gemütlich", weil wir haben hier mal wieder 100 Grad im Schatten und streiche "einfach", weil nach der Hälfte verwandelt sich der Weg in ein kleine Kletterei über Wurzeln und Felsteile. Für uns natürlich kein Problem, einzig die Hitze setzt den Kindern zu. Dafür ist die Belohnung umso größer: Was für ein Bächchen sich da auftut ist schon der Hammer. Wieder dieses krasse klare Wasser und diese tollen Farben!


Obwohl das noch das garnicht das eigentliche blaue Auge war, haben wir hier erstmal jede Menge Zeit verbracht. Man muss aber schon zugeben, dass das Wasser wirklich seehehr kalt ist >_< Die Kinder sind trotzdem drin und auch die Christina schaffts nach heftiger Überwindung komplett unter zu tauchen. 


Highlight für mich war der Sprung von der Brücke. Dank Valentinas Unterwasserhülle konnten wir das ganze sogar filmen >_<


Aber noch waren wir nicht ganz am Ziel: Nochmal 5-10 Minuten weiter war die eigentliche Hauptattraktion gelegen --> das blaue Auge! Wuahahahaa. 


Also ist schon wirklich sehr bläulich das Ding und wennst mich fragst, nochmal ein paar Grad kälter. Um diesen kleinen Naturpool sammelt sich alles und jeder springt mal für 10-20 Sekunden rein um dann bibbernd wieder rauszukrabbeln >_< Ein Auflauf, den man sogar von paar Meter weiter oben noch betrachten kann, weil sie dort einen kleinen Imbiss hingezimmert haben. Die Aussicht auf den Pool ist super:


Die Aussicht auf das Essen eher mittelmäßig. Schmeckt wie es aussieht! Aber wir brauchen ja die Kalorien!


Weil es sich hier nicht schön verweilen lässt, sind wieder dann doch wieder eine Stufe tiefer zur Brücke. Die Kinder waren gleich wieder drin. Scheinbar wird das Wasser im Lauf des Tages wärmer und natürlich heizen die ganzen Körper im Wasser auch bissla mit. Ganz so schön wir am Vormittag waren die Farben dann allerdings nicht mehr, weil langsam der Schatten kam. 

Haben uns dann auf den Weg zurück zum Parkplatz gemacht. Es bestand die Möglichkeit noch zu einer weiteren Attraktion hier im Tal zu fahren (Wasserfall) aber dazu kam es am Ende nicht, weil erstens die Kinder noch nicht so wanderfest sind und zweitens wir noch dieses Fleckchen flußabwärts gefunden haben. Da sind dann schnell nochmal fast 2 Stunden draufgegangen hehe, im positiven Sinne natürlich!



Die Autofahrt zurück zur Unterkunft führt dann wieder an Theth vorbei und damit auch an der Zip-Line, welche die Kinder schon am Vortrag erspäht hatten. Und heute gab es dann keine weiteren Ausreden mehr für uns Eltern und wir haben die beiden mal da runter rauschen lassen. 1,5 km Seilbahn fahren quer durchs Tal! Ich hab sie oben verabschiedet und Christina hat unten auf sie gewartet. Lief alles super. Es gab keine Beschwerden >_<

Heute nochmal den Wanst vollschlagen und morgen verlassen wir die albanischen Alpen wieder und fahren Richtung Strand. Man kann hier noch viel mehr machen! Es gibt Wanderungen die richtig in die Berge gehen bzw. sogar über einen Pass als mehrtägige Wanderung sogar zwei Täler verbinden, um die man sonst 4 h Stunden mit dem Auto fahren müsste! Aber das heben wir uns mal für irgendwann auf >_<

Tag 1-2: Shkodra und Theth

Tag 1

Also Albanien soll es heuer sein. Wie kommt man dazu? Indem man sich eigentlich für die griechischen Inseln interessiert und dann nach mehreren Monaten feststellt, dass es mit der Planung nicht so recht vorangeht, was aus meiner Sicht am schwachen Preis-Leistungsverhältnis liegt. Zumindest dann, wenn man die beiden Jahre zuvor asiatische Preise gewohnt war. 

Albanien hat zumindest von der Hotelauswahl den Anschein gemacht, als bekommt man gute Ware für akzeptable Preise. Von daher stand der Entschluss fest, dass wir es einfach mal dort ausprobieren. Also eigentlich war das ja nur der Grund, warum wir überhaupt auf Albanien aufmerksam geworden sind. Die Beschreibungen die man so findet und die Bilder sind natürlich schon mega! Allerdings gab es Meinungen zu Albanien in jede Richtung: "Albanien seid ihr verrückt? Das ist Charme der 60er." oder "ich kenn da jemanden der schon mal da war und die fanden es toll"...

Naja wir findens raus. 

1) Klientel am Flughafen: Anstatt nur Familien mit Kleinkindern sieht man überwiegend Albanier, die nach Albanien fliegen wollen. Der typische Urlaubsort aus Deutschland scheint es noch nicht zu sein. 

2) Mietwagen: Die Büros der Autovermietungen sind ziemliche Ramschläden direkt am Ausgang des Flughafens. Alle in Reihe, ähnlich wie die Taxi-Eintreiber in so manch anderem Land. Wir hatten ja vorab gebucht und mussten zu unserem kleinen Verleiher erst 10 Minuten durch die absolute Affenhitz laufen! Brutal! 37 Grad hauen schon rein. Dann war natürlich unserer Verleiher der einzige aus der Reihe der 50 Stück, bei dem Tür zugesperrt war ahahhhahh. Kam dann irgendwann aber doch an mit einer Karre, an der die ganze Beifahrertür zerschrammt war. Christina so: "Das is bestimmt unser Vermieter... und er hat unser Auto dabei". Recht sollte sie behalten >_< Solange ich die Papiere geregelt habe, hat er den Motor mit voller Klima laufen lassen. Effekt: Kaum spürbarer Kühleffekt. Brühwarm in der Karre. 3 Jahre alt und dermaßen runtergeranzt....Hat mir nicht so gefallen... Da das Touchmenü nicht ging, hatte ich einen Grund, um nach einem anderen Auto zu fragen. Die Dellen hätte mich nicht gestört.... das defekte Display ah net.... aber a ordentliche Klima wäre schon gut gewesen. Das Ende vom Lied: Er kommt mit dem selben Modell nochmal um die Ecke! Funktionierendes Display aber selbe schrottige Klimaanlage. Ou mann, also die Karre genommen. Hab mich einigermaßen damit abgefunden, muss mich nur noch an den Zigarettengeruch gewöhnen, den wahrscheinlich die 10 vorherigen Mieter hinterlassen haben. 

3) Straßen: also erstmal: du hast keine Ahnung auf welcher Art von Straße du dich gerade befindest: Es ist ein fließender Übergang zwischen Dorf, "Autobahn", Stadt, Landstraße, dann mal wieder autobahnähnlich, die dann aber wieder in ein Dorf mündet... Das bedeutet auch, wenn nicht mal ab und an ein Geschwindigkeitsschild kommt, hält man entweder den Verkehr auf oder bekommt wahrscheinlich nachträglich noch Knöllchen wegen Raserei. Gut möglich dass ich heute im Ort aufgrund von Unkenntis 90 kmh gefahren bin und dafür auf der Autobahn 40 :-). Also Autobahn kann man dazu nicht sagen hehe. Insgesamt kommt man nur sehr langsam voran. Man muss sich halt umgewöhnen denk ich. Erstmal dauert die gleiche Strecke wie in Deutschland einfach doppelt so lang und zweitens braucht man bisher auch immer länger als vom Navi angekündigt.

4) Geld: Bin ja normal der Typ ohne Euro zu verreisen und dort aus dem Automaten ziehen, bzw. alles mit Karte zu zahlen. So hab ich hier auch angefangen, aber vermute das war nicht die beste Idee. Bisher konnte man über all auch mit Euro zahlen und zwar 1:100. Wenn ich Karte zahl oder Geld abhebe, dann ist das eher 1:90. Ich werde das mal weiter beobachten, aber ich glaube hier in Albanien ist Kartenzahlung keine gute Idee...

5) Essen: Ham zufällig ein Restaurant gefunden war direkt am Fluss platziert war. Sehr schöne Aussicht (unterhalb der Burg Rozafa). Es gab lecker Fisch. Nur mit den Portionen hatten sie es nicht so... Ich dachte in Albanien legst weng zu? Bisher Fehlanzeige. Aber auch hier bleibe ich dran!



Ansonsten bleibt nur zu sagen, dass wir heute außer Pool (eines unserer wenigen Unterkünfte mit Pool) und dem Fluss-Restaurant noch nichts gesehen haben. Es gibt hier einen tollen Strand (30 Minuten laut Navi (ihr wisst ja....)) und die Burg zu bestaunen. 



Vielleicht schaffen wir eines davon noch, bevor wir morgen unseren Weg in die albanischen Alpen vorsetzen.

Übrigens ist sau spät und ich hab keine Ahnung ob das Sinn ergibt was ich hier zammfasel >_<


Tag 2

Soderla, Tag 2 ist rum und so einige Geheimnisse konnte ich lüften. Auch hab ich jetzt eine erste Einschätzung zu Albanien.

Nach dem Frühstück haben wir unsere Sachen gepackt und verließen unsere erste Unterkunft. Für eine Nacht ganz OK und die Kinder wollen ja immer einen Pool... Das haben sie jetzt was vor sich, denn für die nächsten 7 Nächte gibts keinen Pool! Was aber nicht heißt, dass wir nicht ins Wasser kommen >_<

Erster Stopp nach der Abfahrt war die Burg Rozafa. Ich kann euch nichts zur Geschichte erzählen, weil dort eigentlich nicht eine einzige Info-Tafel stand. Trotzdem recht schön, weil man eine tolle Aussicht von da oben hatte. Allerdings musste man auch erstmal rauflaufen und das in der Mittagshitze bei glühender Sonne war nicht so toll. Unterwegs haben wir einen Feigenbaum beklaut, die hier überall wachsen und Wahnsinns Früchte tragen. Direkt zum Verzehr geeignet hehe.





Das nächste Ziel ist Theth, 2 Stunden laut Navi für 75 km. Das kann was werden hehe. Schlau wie ich bin, habe ich uns einen Zwischenstopp besorgt. Tolle antike Brücke mit Bademöglichkeit direkt unten drunter im kühlen Fluss. Der Weg dorthin war auch kein so großer Umweg. Also sind wir dort gelandet. Die Brücke war wirklich imposant und es hat paar schöne Bilder gegeben. Was aus der kühlen Erfrischung durch ein kurzes Bad im Fluss wurde, ist eurer Fantasie überlassen, ahahhhahha



Es gäbe wohl noch eine weitere Stelle flußaufwärts, aber ich trau dem Braten nicht! Keine weiteren Experimente! Wir lassen das lieber, verlassen die Wüste hier und machen uns direkt auf den Weg nach Theth. 


Theth, Teth, Theth... was soll denn dieses Theth sein frag ihr euch vielleicht? Naja sagen wirs mal so: Es ist das Basislager für sämtliche Unternehmungen in den albanischen Alpen. Aber erstmal hinkommen. Bei 2 Stunden für 75 km könnt ihr euch sicherlich denken, wie schnell man vorankommt.


Unser kleiner Kia klettert aber zuverlässig alle Serpentinen rauf und so kamen wirklich nach 2 Stunden in unserer Unterkunft an (10 Minuten außerhalb von Theth). Und was war das für eine Unterkunft! Eine 9.8er Bewertung in Booking lügt wohl nicht und so genießen wir in einem Premium-Zimmer vom Balkon ein Aplenpanorama was sich sehen lassen kann!