Fünfzehn Stunden war ich mit einem Bus, der für Leute bis max. 1,70m ausgelegt war auf Schlammpisten quer durch Berge und Dschungel unterwegs, bis ich schließlich am Sonntag um 5 Uhr früh in der Hauptstadt des alten „Lane Xang“ – Reiches angekommen bin.
Luang Prabang hat 16ooo Einwohner, ca. 100 Tempel, von denen noch 40 bewohnt sind. Damit ist es bis heute zumindest ein religiöses Zentrum Südostasiens geblieben. Die Stadt liegt, in Palmen gebettet und von Bergen umrahmt auf einer Mekong-Halbinsel. Drei Tage blieb ich hier, habe die Stadt erkundet, einen Laoten namens Luun kennengelernt, der mich zur Hochzeitsfeier seines Freundes mitnahm und bin schließlich mit zwei neuen Bekannten, Susanne und Rebecca nach Vang Vieng aufgebrochen.
Blick vom Tempelberg in Luang Prabang
Nach der Hochzeit: Luun mit seiner Cousine und ihrer Freundin
Am Mittwoch bin ich im 600 Seelen-Dorf Vang Vieng angekommen, das mitten im Regenwald an einem kleinen Fluss liegt. Die Karstgebirge, an denen Vang Vieng grenzte, konnte man mit dem Radl erkunden. Quer durch viele kleine Dörfer (in denen scheinbar nur kleine Kinder leben) und auf Schlammpfaden und ausgetrockneten Flussbetten haben wir die Region erkundet und ein paar Höhlen besucht. Hauptattraktion sind hier die Wasserhöhlen, die man bisweilen durchschwimmen muss.
Dschungel und Karstfelsen
"Sanni und Becki"
Eingang zu einer "Water Cave"
Fußgängerbrücke in Vang Vieng
Am Samstag musste ich dann schon nach Vientiane aufbrechen, der heutigen Hauptstadt von Laos (ca. ne halbe Mio. Einwohner). Die Stadt wurde Anfang des 19.Jhds - bis auf einen Tempel - komplett von den Siamesen (Thailändern) zerstört. Laos entging dem Untergang nur durch die Kolonialisierung durch die Franzosen. Die spendeten den Laoten dann in den 50er Jahren auch ne Menge Beton zum Bau eines neuen Flugfelds. Die Laoten bedankten sich freundlich und bauten damit ein „Siegesdenkmal“ (das sie heute selbst ein Betonmonstrum nennen). Leider reichte der Beton nicht, sodass es nie fertig gestellt wurde. Nach einigen Stadtbesichtigungen und schönen Stunden am Mekong verließ ich am Montag Vientiane und damit Laos in Richtung Nhong Kai (Thailand).
Das Siegesdenkmal

Der Platz davor

