Danach führt uns der Weg in die Lengarcia-Schlucht. Ein Canyon verbunden mit warmen Quellen (ich schreib extra nicht heißte Quellen, weil das Wasser eher so angenehme 24 Grad hatte). Bevor wir aber dort angekommen sind, konnte man das Unheil des Gewitters von letzter Nacht schon erahnen. Aus dem schönen türkisblauen Fluss ist eine richtige Schlammbrühe geworden die ordentlich Morast geführt hat (dazu gleich mehr >_<).
Die Albaner sind in diesem Canyon gerade fett am aufrüsten. Die alten Parkplätze auf der Wiese/Sand werden bald ausgedient haben, weil sie einen riesen Eingangs-Komplex zu dieser Schlucht bauen. Der besteht hauptsächlich aus Parkplätzen und Camping-Plätzen so wie es aussieht. Wahrscheinlich kostet das parken dann irgendwann auch nicht mehr nur 2€ sondern entsprechend mehr plus evtl. sogar Eintritt für den Canyon.... wer weiß.... Jedenfalls mussten wir erstmal durch den langen halbfertigen Parkplatz laufen, bis wir am Anfang des Canyons ankamen.
Falls ihr euch denkt: Rennt der Trottel bereits am 8. Tag mit der gleichen Badehose rum? Ja und nein, also ich hab schon noch eine andere dabei, aber blöderweise habe ich eine mitgenommen, die keine Hosentaschen hat.... deswegen muss die hier jetzt öfter herhalten als gedacht. Wo soll ich denn sonst mein Handy reinstecken! >_< Dafür war die Farbe dieser Badehose für heute ein bisschen besser geeignet als die meiner anderen Badehose (dazu gleich mehr >_<).
Dort angekommen, haben wir erstmal die osmanische Eingangsbrücke bestiegen, von wo man einen guten Ausblick auf die ersten Thermal-Bäder hatte.
Ingesamt waren im ganzen Canyon 7 oder 8 solche Becken verteilt. War schon angenehm da drin zu liegen, aber am schönsten war es trotzdem in den Naturbecken. Die waren mit Steinen "gebaut" und ich vermute mal stark, dass das früher hier bei allen Becken so war? Bis irgendwann die Betonmischer hier ordentlich Schwimmbecken hingemauert haben, die in meinen Augen aber nicht mehr so schön sind. Christina hat ihr Plätzchen gleich gefunden:
Nachdem die erste Stunde rum war, die ersten Fotos gemacht wurden und alle Becken durchprobiert wurden, fängt eigentlich die beste Zeit an: das ist mir jetzt schon die letzten Tage aufgefallen: So richtig ist man erst an einem Ort gewesen, wenn man mindestens mal mehrere Stunden dort verbringt. Erst dann lässt man sich drauf ein und kann das genießen. Alles vorher ist nur aussteigen, schnell Fotos machen, und den Ort abhaken. Wir waren aber insgesamt 8h Stunden hier. Also kann ich ja wohl behaupten, dass ich weiß wovon ich rede >_<
Wir beobachten also die Leute so und sehen immer wieder wie die sich mit diesem Morast vom Ufer einreiben und sich dann von der Sonne trocknen lassen. Zum Abschluss tauchen sie ins Dreckwasser ab (Dauerregen und Gewitter von gestern sei Dank) und waschen sich die Suppen wieder runter! Ich fand's bissla bescheuert erstmal. Das haben die entweder in einem Reiseführer gelesen oder irgendeiner hats vorgemacht und jetzt muss das jeder nachmachen...
Aber irgendwann haben auch unsere Kinder dieses Schlammloch spitz gekriegt und wozu das führt, was gleich klar: Einsuhlen und zwar von oben bis unten, ahahahah. Ich kann mir schon vorstellen, dass das einen heiden Spaß macht: bis zu den Knien in dem schmierigen Schlamm einzusinken und dann halb steckenzubleiben >_< Aber das ist doch nur was für Kinder oder? Naja irgendwie hats mich doch gejuckt ahahahaha und dann standen wir da zu dritt im Morast und haben uns gegenseitig eingesaut!
Dann sind wir weiter in den Canyon reingewandert. Insgesamt könnte man fast 4 km reingehen, aber soweit wollten wir garnicht. Übrigens bräuchte man dazu entweder gscheite Wasserschuhe, die wie eine zweite Haut sizten oder man braucht Fußsohlen aus Stahl und geht barfuß: Diese Schlammfelder die sich immer wieder unter Wasser ansiedeln, ziehen dir im wahrsten Sinne des Wortes die Schuhe aus! Also ohne Schmarrn, man bleibt einfach in dem Schlamm stecken, also die Schuhe bleiben stecken! Barfuß kein Problem, aber wenns dann wieder steiniger wird, dann gehts nicht ohne Wasserschuhe. Also ein ständigen aus- und anziehen. Ach egal...
Übrigens war der Canyon teilweise komplett leer, bis auf mich ahahaha! (ich bin aber nicht so leicht zu finden!)
Am Ende wars wie immer: Wir mussten dann mal raus aus der Sonne. Waren alle kurz vorm Sonnenbrand aber die Kinder wollten nur noch "ein bißchen bleiben"... Die wären noch bis zum Sonnenuntergang geblieben!
Wieder in der Unterkunft hab ich dann zumindest den gröbsten Dreck rausgewaschen. Ihr wisst ja, bin auf meine Badehose angewiesen ahahahah
Zum Abendessen waren wir in dem Lokal gegenüber von dem gestern. Etwas vornehmer und etwas teuerer, aber auch lecker und zum Glück einen Kellner, der nicht alles serviert was wir bestellt hatten! Irgendwie war unser Hunger größer als der Magen. Das Lamm, das Hähnchenfilet, die Fleischbällchen, der Salat und die beiden Pommes waren dermaßen ausreichend, dass wir ganz froh waren, dass der Fisch, den ich ebenfalls noch bestellt hatte, nicht serviert wurde. Als der Nachbartisch seinen Fisch bekam, war klar, dass er unseren Fisch vergessen hat. Ich bin dann gleich hin und habs gsacht: er hat sich sofort entschuldigt und wollte gleich den Befehl "Fisch" in die Küche rufen, da konnte ich ihn gerade noch aufhalten und beruhigen: "alles gut! wir brauchen den Fisch nicht mehr, weil wir den Rest hier kaum schaffen" >_< Aber Auftischen wie die Großen!
Ich frag mich jetzt nur, ob der Salat so optimal war... Geschmacklich sehr gut! Die nutzen hier so süßlichere Zwiebeln! Aber ich war scho des dritte Mal aufm Topf seitdem ich den Blog hier schreibe. Wird schon schiefgehen heute Nacht...
Morgen beenden wir das Kapitel Schluchtenscheisser und machen uns auf den Weg an die Riviera Albaniens. Ich hoff die ham dort paar ordentliche Strände auf Lager, sonst gibts leider wieder Punktanzug! Wär doch schade, wos doch die letzten Tage hier ganz gut war!












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