Mittwoch, 30. Juli 2014

Tag 14-16: Bonaire

Tag 14: Bonaire

Wir wohnen hier nun für 4 Tage in einer Art Apartment, direkt neben zwei so riesigen Tauch-Resorts. Das bedeutet kurze Wege, aber trotzdem Ruhe von den Massen ;)




Haben hier eigentlich alles was wir brauchen: Bett, Bad, voll eingerichtete Küche… vom Balkon aus kann man den Pool sehn, 60 Sekunden zum Meer und alles is top sauber! Sehr luxuriös aber das können wir uns schon mal gönnen ;) 
Ausgehn zum Essen werden wir nicht, stattdessen stand vormittags ein Großeinkauf an und wir machen jetzt erstmal auf Selbstversorger!
In unserem gebuchten Paket is neben dem Apartment nämlich noch ein Pick-Up-Truck dabei und soviel Strand-Tauchgänge wie wir wollen + 3 Boots-Tauchgänge!

Ihr ahnt schon worauf des hier hinausläuft: Mega Tauchtrip!

Die ganze Insel is sowieso nur von Tauchern besetzt! Soweit ich weiß gibt es hier auch keine weißen Sandstrände, stattdessen soll es das Paradies für Shore-Diving sein. D.h. Tauchgänge direkt vom Strand aus. Und so läuft des hier ab:

Man bucht sich so ein Paket wie wirs haben, leiht sich die Taucherausrüstung aus, schmeißt 4 volle Sauerstofftanks auf den Pick-Up und fährt auf der Insel zu irgendeinem der über 50 Tauchplätze. Dann zieht man seine Tauchsachen an, latscht ins Wasser und taucht ne Runde ab ;) Das kann man früh, mittags, abends oder nachts machen. Wie man halt Bock hat.
So die Theorie ;)

Zuerst steht aber mal ne Runde Papierkram an! Papierkram fürs Apartment… Papierkram für den Mietwagen… Papierkram für die Taucherausrüstung…

Um 2 Uhr nachmittags gings dann endlich los: Wir bekamen ne kleine Einführung für das Tauchresort (also wo was zu finden is und wie alles bissla funktioniert hier) und sollten dann so ne Art Einführungstauchgang am Hausriff durchführen. Hört sich alles recht leicht an, aber wenn man bisher nur organisierte Tauchgänge gemacht hat, dann steht man erstmal weng blöd da ;)

Nachdem wir also unsere Ausrüstung geliehen hatten, haben sie uns noch gesagt: „Dort stehen die Sauerstoffflaschen; am besten ihr lauft vor zum Steg und  springt von dort aus rein; dann einfach paar Meter rausschwimmen dann kommt ihr zum Hausriff; und dann einfach nach rechts oder links wie ihr wollt! Haut rein, wird echt super!“

Wir so: „Hmm, ok, aber wir hatten etz fei noch nie einen Tauchgang ohne Guide oder so?“

Angestellter: „Jaja macht nix, wird super!“

Hehe naja ok. Ganz blöd sind wir ja ah net und a bissla an Plan vom Tauchen ham wir scho ;) Also Sachen angezogen, Sauerstoffflasche und Tauchweste klargemacht (puhhh, ganz schö schwierig… wie ging des nochmal genau? Tauchkurs war scho 3-6 Jahr her hehe)

Letztendlich haben wir aber alles richtig zusammengebaut und die Schläuche richtig angestöpselt. Also auf gehts: Einen großen Schritt und schon sind wir im Wasser. Hm und jetzt? Irgendwie is keiner da der die Richtung vorgibt hehe ;) Sehr komisch :p aber auch ziemlich cool, weil du mehr oder weniger machen kannst was du willst. Man muss eben nur etwas mehr auf seine Tiefe und seinen Sauerverbrauch merken, aber sonst is mer total frei. 

Wir haben auch schnell bemerkt warum Bonaire soooo berühmt für seine Tauchplätze is: Wahnsinns Fisch- und Korallenvorkommen. Und etz warn wir momentan ja nur an dem Hausriff von dem Tauchresort. Des kann ja noch richtig geil werden. 

Nachdem wir so 20 Minuten das Riff in die eine Richtung abgetaucht haben, sind wir umgedreht. Und nach knapp 50 Minuten warn wir dann wieder am Ausgangspunkt. Geil! Alles bissla ohne Guide! Wir harten Hünd ;)

Also wieder aus dem Wasser raus und dann musst man natürlich auch wieder alles selber machen: Auseinanderbauen, Salzwasser abwaschen, Zusammenpacken, zum Trocknen aufhängen usw. 




Trotz dieser Arbeiten irgendwie eine ganz andere Art zu Tauchen. Mal schaun wie des wird wenn wir morgen dann mal selber zu sonem Shore-Dive Tauchspot rausfahren. 

Bilder gibts leider so gut wie keine, außer am Abend, als wir nochmal in dieses Tauchresort gelatscht sind, weil dort ein Vortrag über Unterwasserfotografie stattgefunden hat.



Morgen stehen dann 2 Bootstauchgänge auf dem Plan und am Abend ein selbstdurchgeführter Strandtauchgang ;) Diesmal mit Kamera und vielleicht  ergibt sich ja der ein oder andere Schnappschuss.



Tag 15: Bonaire

3 Tauchgänge haben wir heute gemacht. 2 vom Boot aus und dann am späten Nachmittag unseren ersten alleinigen Shore-Dive.

Bei der Beschreibung der ersten beiden Tauchgänge halt ich mich mal wengla zurück. Nur so viel: Die Mittaucher sprechen aufm Boot teilweise ja sowas von auf, da denkst des sind die Vollprofis schlechthin. Wenns dann ins Wasser geht, dann kommen sie net runter, weil sie wie panisch mit die Flossen schlagen, die Taucherbrillen läuft an und sie bewegen sich als wärn sie vo der Tarantel gestochen.
Wenn sie dann doch mal unten sind, haben sie keinerlei Kontrolle über ihren Auftrieb: Ständig sinken sie ab und versuchen dann wieder 2m hochzuschwimmen anstatt einfach bissla Luft in ihre Tauchweste zu lassen (die würde des nämlich von alleine regeln) ;)
Von gemeinsamen Tauchen mit seinem Buddy halten die übrigens auch nicht viel: 20m auseinander, der eine 10m tiefer als der andere… 

Manchmal isses eigentlich echt witziger denen zuzuschauen als auf das Riff zu merken ;)

Wenn wir schon beim Riff sind: So viel Leben ham wir noch nirgends gesehen. Alles sehr intakt, unglaublich viele Korallen und Fische.



Kein Wunder, denn das Inselgewässer is seit über 40 Jahren ein Naturschutzgebiet.

Leider kommt die GoPro mit dem Licht und den Farben unter Wasser nicht so recht klar… Wenn wir Bilder oder Videos anschaun, dann denken wir immer: „Das kann doch net sein“. Zum Beispiel kommt ein Papageifisch auf der GoPro so raus:



Mit richtiger Belichtung (und so sehen wir das auch unter Wasser) sieht der so aus:



Hab von anderen GoPro-Nutzern scho gesehen, dass die so einen roten Filter drauf haben. Werd mich mal schlau machen was des bringt. 

Sobald man allerdings sehr nahe an so ein Tierchen rankommt, dann kommen auch die Farben raus (also ein bisschen hehe):



Aber man darf auch einfach net zu viel von der GoPro erwarten. Wenn ich die Kamerasysteme von den andern Tauchern so seh, wahnsinn…



Hier noch das Highlight vom zweiten Bootstauchgang: Eine schwimmende grüne Moräne! Sieht man eher selten, weil die normalerweise nur in irgendwelchen Höhlen abhängen und rauskuckn:


So, nun unserem ersten alleinigen Tauchgang abseits des Tauchresorts:
Haben uns einen Platz empfehlen lassen, an dem man evt. paar Schildkröten findet.

Man fährt einfach mit dem Auto raus und dann is jeder Tauchplatz am Straßenrand mit einem gelben Stein markiert, auf dem der Name des Tauchplatzes steht.

Als erstes ein kurzer Check: Wie kommen wir hier denn überhaupt ins Wasser rein:

Das folgende Bild zeigt unseren Tauchplatz vom Strand aus:



Flip Flops aus, Flossen an und dann irgendwie über die scharfen Felsen latschen. Ins Wasser hieven und dann aufpassen, dass der Wellengang einen nicht auf die Felsen drückt. 
Soweit alles gut. Als nächstes raus zur Boje schwimmen/schnorcheln. Fast jeder Tauchplatz kann nämlich auch per Boot angesteuert werden. Deshalb die Bojen UND auch um den Tauchplatz vom Wasser aus zu markieren is ja klar ;)

Also runter gehts. Keine Sau unten außer wir zwei ;) Wieder die Frage ob rechts oder links? Hm kA hehe. Fangen wir halt mal an. Sind dann so auf 10-14m abgetaucht und sind ca. 15 Minuten in eine Richtung geschwommen. Auf die Unterwasserwelt haben wir glaubich garnet so arg gemerkt, sondern vielmehr auf Luft, Tiefe und dass wir ständig in Sichtweite bleiben. Man is doch bissla übervorsichtig wenn sonst kein Mensch/Tauchguide weit und breit is. 
Nach 15 Minuten sind wir rumgedreht, Tank war noch lange nicht halb leer, aber wir wollens ja beim ersten selfguided Tauchgang net übertreiben ;))

Haben beim Rausgehen sogar die Boje wiedergefunden und sind dann wieder an Land geschwommen. Billich, wenn man des hier so schreibt/liest, harte Nummer wenn mans wirklich des erste Mal macht!

Danach natürlich wieder alles ausziehen, zusammenpacken und aufs Auto laden. 



Wir waren sogar a bissla stolz auf uns hehe

Wie ihr euch wahrscheinlich denken könnt, haben wir keine Schildkröten gefunden, aber des hat uns in dem Moment garnet so gejuckt ;)



Tag 16: Bonaire

Heute haben wir uns für den 8 Uhr Boots-Tauchgang eingeschrieben!
Wie wir dann kurz vor Abfahrt erfahren mussten, ging der zu einem Schiffswrack in 30m Tiefe. Als er gefragt hat, ob hier irgendwelche Anfänger unterwegs wären bzw. Leute für die diese Tiefe net grad den Alltag darstellt, haben wir uns mal gemeldet. 
Mit unseren 30-40 Tauchgängen hat uns der Tauchlehrer aber versichert, dass das schon klappen wird. 

Nachdem wir uns gemeldet hatten, sind plötzlich noch ganz andere auf die Idee gekommen sich zu melden. Plötzlich war eine Gruppe dabei, die hatte gerade mal 3(!) Tauchgänge!
Diese Gruppe hat der Tauchguide dann erstmal zurecht gewiesen: „Des hier is nix für euch! Ihr könnt entweder mit und euch auf 10-15m das Riff anschauen, oder ihr bleibt daham!“
Klora Ansach!

Der Tauchgang an sich war dann halb so wild: Erstmal runter auf knapp 30m. Bissla sammeln (wir waren über 10 Taucher) und dann schön am Schiffswrack entlang tauchen.




„Aber auf keinen Fall Reintauchen!!!“ hatter noch gemeint. Von daher wars eigentlich ein easy Tauchgang. Anstatt wie auf den Philippinen wo wir wirklich ins Wrack rein sind und es sowas von stockdunkel war, sind wir hier nur leicht unter das umgekippte Schiff getaucht.

Was gibts sonst noch zu sagen?! Die Sicht net so mega überragend aber was wieder zur Aufheiterung diente war, dass die beiden Tauchschwachkoviaks von gestern auch wieder mit von der Partie waren ;)

Diesmal kamen sie sogar ohne Probleme runter, blieben aber ihrem „Ich-Mach-Auf-Übergedrehtes-Hyperaktives-Tauchviech-Stil“ treu! Wahnsinn. Jede Bewegung wie aus der Pistole geschossen. Als wären die scho früh um 8 auf Ecstasy!
Und wozu erklärt der Tauchguide eigentlich vorher wie der Tauchgang so abläuft? Scheissegal! Die machen einfach ihr eigenes Ding. Nachdem wir z.B. mit den 30m fertig waren, sind wir rauf auf 20m und ham uns dort noch weng umgeschaut. Was machen unseren 2 Verrückten? Naja die hauen einfach ab und gehen wieder weng runter auf 30m.
Ahahahah oh man. Der arme Tauchguide! Ich glab der is total verzweifelt. Der hat nämlich erstmal mindestens zwei Minuten auf auf sein Tank rumghaut (quasi so ne Art akustisches Signal). Juckt die aber net!
Dann schaut er in Richtung unsere Gruppe, in der sich die zivilisierten Taucher befinden, schüttelt mit dem Kopf und muss letztendlich doch zu den 2 Depperla abtauchen um sie zu holen.

Für die zwei empfehlen wir ne Runde:




Aber lassen wir das etz...

Wieder an Land hatten wir noch ca. 4 Stunden, um noch einen Shore-Dive zu machen. Bis 14.00 Uhr mussten wir aus dem Wasser raus sein, weil die goldene Regel lautet: 24h Pause vor jedem Flug!

Also schnell die Sachen aufs Auto geladen, 2 Tanks klar gemacht und Richtung Tauchspot mit hoher Schildkrötenwahrscheinlichkeit aufgemacht ;)

Im Vergleich zum gestern Abend lief alles viel routinierter ab! 
Anziehen, rausschwimmen, abtauchen und diesmal Spaß haben!





Endlich war mal fast während des kompletten Tauchgangs Sonnenschein! Die Fischflut is wie immer überwältigend!


Nach diesem, unserem 10. Tauchgang im Urlaub, war dann aber Schluss. Höchstwahrscheinlich bis 2015. Wir haben unsere Sachen abgeliefert und sind am Nachmittag nochmal bissla die Insel mit Mietwagen abgefahren.



So richtig viel gibts hier allerdings nicht zu sehen… Das Hauptaugenmerk liegt hier einfach beim Tauchen. Erwähnenswert sind vielleicht die Riesen Salzabbaugebiete dies hier auf Bonaire gibt:





Flamingos gabs zwar paar, aber sau weit weg und mit meiner Kamera kaum darstellbar:



Ein Flamingo hat sich allerdings recht nah an uns herangetraut. HAHA kleiner Spaß, is natürlich kein Flamingo is natürlich mei Frah ;)



Falls der Schreibstil etwas vom Standard abweicht, kann das durchaus an dem ein oder anderen Gläschen Wein liegen, dass wir uns soeben gegönnt haben ;))

Das wars dann mehr oder weniger aus Bonaire. Morgen früh steht entweder ausschlafen oder Mini-Nationalpark an. Ich denke wir lassen den Nationalpark mal Nationalpark sein!

Bonaire is fürs Tauchen auf jeden Fall ne Reise wert! Für Nicht-Taucher nicht unbedingt zu empfehlen.


Sonntag, 27. Juli 2014

Tag 12-13: Curacao - Willemstad - Anreise Bonaire

Tag 12: Transfer nach Curacao


Boah was für ein Ritt!!!

Wir sind angekommen in Curacao, aber der Weg dorthin war nervenaufreibend und ohne etwas Glück im Unglück wärn wir wohl nur bis Aruba gekommen.

Aber der Reihe nach:

Cancun - Miami und anschließend Miami - Aruba waren die Flüge die mit American Airlines geflogen sind. Auf dem ersten Flug gabs auch keinerlei Schwierigkeiten, bis auf das dass eine Stewardess kurz nach der Landung durchgesagt hat, dass jeder sein Gepäck abholen und dann erneut einchecken muss. Also genau umgekehrt als es der Typ vom Check-In-Schalter in Cancun erzählt hat. Hab mich sogar nochmal persönlich bei ihr vergewissert und dann hat sie nochmals behauptet dass der Check-In-Typ uns was Falsches erzählt hat (er hat nämlich gemeint dass die Rucksäcke direkt nach Aruba durchgehn). 

Anscheinend hatten mehrere Leute die gleiche Info, denn anstatt Koffer sammelten sich am Gepäckband immer mehr Leute an. Dem Gepäckband wars aber wurscht! Es kamen keine Rucksäcke an und nach 15 Minuten stand des Band einfach still. Die Verwirrung hielt bestimmt noch 30 Minuten an. (Zeit hatten wir ja bei diesem Zwischenstopp genug, von daher hat uns des Warten mix ausgemacht)

Irgendwann is dann doch mal jemand mit Ahnung aufgetaucht und hat gsacht "Was steht ihr hier so blöd rum? Bon voyage, euer Gepäck wird automatisch durchgecheckt! haut rein" ;)

Und sowas passiert in der USA die ja sowieso alles möglichst perfekt machen wollen... Zum Beispiel gibts da neben den 1000 Kontrollen an jeder Ecke so "Marktschreier" die den ganzen Tag nix anders machen als "connecting flights this way ... connecting flights this was...." zu rufen. Ein Schild würds auch tun sach ich mal. Naja wahrscheinlich ABM ;)

Der Hammer war aber bei der Personenkontrolle. Ich konnt mei Kamera net rausholen sonst hätt ichs nämlich fotografiert weil ihr mir des sonst net glaubt:

2 Schlangen gabs und an deren Ende steht der Einweiser mit iPad. Da hatter ne App laufen die irgendsoein Sicherheitslogo zeigt. Und etz kommts: Wenn er beim iPad eher rechts klickt dann verwandelt sich das Logo in einen Pfeil nach rechts der für knapp 5 Sekunden zu sehen is bevor wieder das Sicherheitslogo kommt. Danach klickt er wieder aufs iPad und der Pfeil erscheint erneut. Und etz ratet mal wofür des is?

Damit die Passagiere wissen an welcher Schlange sie sich anzustellen haben: links oder rechts ;) den oben beschriebenen Vorgang macht er bei jedem Passagier!!
Also mal ehrlich, die sinn doch nimmer ganz sauber...

Nächster Flug war dann wie bereits erwähnt von Miami nach Aruba. Und etz passiert natürlich genau das was einen ganz schö schwitzen lässt: Der Flug hat Verspätung: 10 Minuten waren angezeigt... 
Die Transferzeit in Aruba waren laut Tickets 1h und 20 Minuten (eh schon sehr knapp, würde ich so nicht nochmal buchen;) aber wenns klappt, dann bringt uns das eigentlich einen kompletten Tag mehr)

Aus den 10 Minuten wurden dann schnell 30 und dann hab ich mir scho mal innerlich paar Ersatzpläne überlegt: Hotel in Aruba? Möglichst früh einen neuen Flug nach Curacao buchen? blablabla. Wäre alles in allem sehr nervig gewesen,weil halt die restliche Reise auf diesen Flug aufbaut)

Naja noch is noch nix verloren!
Zum Glück gings bei der Einreise viel schneller als in der USA und nach 5 langen Minuten warten war auch endlich unser Gepäck da!

Uhrzeit 22:18h. Abflugzeit nach Curacao 23:10h (eigentlich noch genug zeit)

Dann von der Ankunftshalle zur Abflughalle durchfragen und dort abgekommen geht der erste Blick auf die Airline? Yes! Insel Air, passt schomal. Zweiter Blick auf die Anzeige: Yes! Der Flug steht drauf: Check-In-Schalter 23-24.
Dritter Blick auf den Check-In-Schalter: Fuck!!!! Keiner mehr da!! Aber net nur an dem besagten Schalter 23-24, sondern die ganze Schalterreihe war leer. 
Bis auf einen einzelnen Gepäckträger den wir natürlich gleich belagert haben. Der hat aber nur gsacht dass der Schalter scho geschlossen is. Achwaaaaas!!!! Des seh ich aaaah!! Maaaan des kann doch net sein!!

Und genau in diesem Moment kamen halt wirklich wie aus dem nichts zwei Flugbegleiter von Insel Air durch die Abflughalle gelaufen. Also denen hinterher und des warn sogar die richtigen für unsern Flug: Erst die gleiche Leier: Check-In is scho zu blablabla, aber nach kurzer Bettelei und Beschreibung dass unser Flug aus USA hierher Verspätung hatte haben sie uns dann doch noch einchecken lassen!

Oh yeah! ;)

Der Rest war easy weil vorm Flughafen in Curacao auch um Mitternacht paar Taxis rumstanden. Der hat uns dann 40$ für 12km abgezockt aber hauptsach wir sind im Hotel und können nach 18h Stunden erstmal ne Runde pennen!


Tag 13: Curacao - Willemstad - Anreise Bonaire

Wir hätten eigentlich noch ewig schlafen können so fertig warn wir früh... 
Allerdings wollten wir uns für Curacao, also im speziellen Willemstad anschauen und hatten dafür einen Tag eingeplant und so gings um 11:00 Uhr los zur Stadtbesichtigung ;)

Als erstes kamen wir an den berühmten fliegenden Händlern vorbei.:



Die kommen jeden Tag von Venezuela nach Curacao gefahren (diese Info is etwas unsicher ;) ) und verkaufen dort frische Früchte und Gemüse (diese Info is sehr sicher). Wir ham uns als frühstück mit Bananen, Orangen und etwas Wassermelone eingedeckt.



Bis auf die Wassermelone alles richtig gut!!

Dann gings weiter zu dieser berühmten Häuserfront. Wir wussten aber net genau wo die is und so ham wir erstmal gedacht dass es diese hier im Hintergrund wäre ;)



Das witzige daran is, dass die richtige Häuserfront beim Schießen des obigen Bildes genau hinter uns war ahahaahah
Aber wenn man zum ersten Mal dran vorbeiläuft und net genau hinschaut, dann kann man des ja garnet erkennen ;))

Also wir reden also von dieser Häuserfront, mehr oder weniger dem Wahrzeichen von Curacao:



Und passend dazu hab ich selbst bei 30 grad meine Jacke angezogen um meine Verbundenheit mit den niederländischen Antillen zu demonstrieren ;)



So ähnlich wie diese Häuserfront is übrigens die halbe Stadt gebaut und bemalt. Wirklich schöne Häuschen muss ich scho sagen!!

Im „Rif Fort“, ne alten Festung die jetzt zu ner Shoppingmeile umgebaut wurde hat die Christina dann endlich mal ein Eis essen können hehe (obwohls ja eigentlich ka Eis gibt möcht ich hier nochmal betonen!)



Danach folgte ein kleiner Spaziergang durch den Rund-Markt. Der heißt so weil er rund is!
Da verkafen die sämtlichen Schrott und wenn ich des so sage, dann mein ich des auch so:
Früchte
Souvenirs
Duschgel
Gewürze
Haartönung
Haiöl
Schmuck
....

Wir ham uns ah was kafft: Zwa Bier hehe ;)

Einen Steinwurf weiter is sone Art gemauertes Bierzelt, in dem paar einheimische Muttis auf Holzkohle einheimische Kost kochen:
Fisch, Bananen, Ziegen, Reis usw.
Da wir ja außer den Früchten und den zwei Bier noch nix intus hatten, kam uns die Gelegenheit genau recht und wir ham so a Fressbrett bestellt:
Ziegengulasch mit zweierlei Reis und Kochbanane



Hat wirklich außerordentlich gut geschmeckt und wir ham auch alles drinbehalten ;)

Ansonsten gibts zu Willemstad vielleicht noch zu erwähnen, dass die ne schwenkbare Fußgängerbrücke haben:



Immer wenn ein Schiff durchmuss, dann fährt die Brücke einfach zur Seite und durch den kleinen Spalt dann der Kutter dann passieren



Den Rest vom Tag haben wir in ner sau coolen Bar verbracht. D Inhaber hat behauptet dass er die besten Mojitos der Welt macht



Naja was sollen wir sagen: er hat nicht gelogen mit seinem Schild an der Tür!
Die Mojitos waren wirklich sau lecker und ham auch ordentlich reingehauen, denn er hat keinerlei Sprudelwasser oder ähnliches zum auffüllen benutzt! Den Zuckerrohrsirup hatter ebenfalls selbst gebraut!

War am Ende recht lustig in seiner kleinen bar. Zum Abschied hatter uns gefragt, ob er das Schild vor seiner Tür dranlassen könne? Wir waren einverstanden ;)



Anschließend haben wir unsere Rucksäcke geholt und sind mit dem Stadtbus zum Flughafen gefahren: Kostenpunkt 2$, guter preis im vergleich zum Taxi von gestern Nacht ;)

So und etz noch was witziges. Also witzig im Nachhinein:
Da unser Flug eine Stunde nach hinten verschoben wurde, hatten wir genug Zeit am Flughafen. Nach einer Stunde wars dann wirklich langweilig und ich hab bissla diesen Bericht geschrieben den ihr gerade gelesen habt. 

Voll vertieft sitzt ich also da und hör dauernd diese Durchsagen im HIntergrund, aber beachte sie net wirklich. Erst als sie zweimal "last call" gerufen hat hab ich zugehört, konnte aber keinen Namen verstehen. So richtig geschockt war ich dann als ich auf die Uhr gschaut hab: Bereits 15 Minuten nach der eigentlichen Abflugzeit... und noch schlimmer hats mit getroffen als auf den Bildschirm vor unserem Gate an dem wir saßen plötzlich nimmer Bonaire sondern irgendwas anders stand....

Ahhhhh da hats uns dann gedämmert: Die mit ihren „last call“ Durchsagen rufen uns aus! Also schnell von Gate 2 zu Gate 7 gerannt - nebenbei an der großen Anzeigetafel vorbeigekommen: darauf stand noch „Bonaire Gate 2“. Und tatsächlich: An Gate 7 stand ne einsame Flugbegleiterin die noch auf 2 deutsche Trottel gewartet hat. ahaaha Wahnsinn. Wir hätten also fast unsern Flug verpasst obwohl wir 2 Stunden vorher am Gate saßen! Wir haben nur leider den Gate-Änderung net mitbekommen....


Aber is ja alles gut gegangen ;)

Freitag, 25. Juli 2014

Tag 9-11: Holbox, Playa del Carmen, Cozumel

Tag 9: Isla Holbox

Endlich mal ausschlafen is ja der Wahnsinn. Sollte man öfter mal machen im Urlaub: Bis kurz nach 10a ham wir geratzt und den restlichen Tag gings auf die gleiche Art weiter ;)

Zuerst ne Runde Strandstuhl, dann zur Abwechslung ne Runde Hängematte!


Die einzige Betätigung heute war ein Strandspaziergang, 2mal zum Essen latschen und paar Sonnenuntergangsfotos machen:



Achja: Und wir haben eine kleine Planänderung beschlossen: Werden bereits morgen früh hier abreisen und wollen noch einen Tauchgang auf Cozumel hinlegen bevor wir am Freitag weiterfliegen.

So bleibt uns also noch eine Nacht auf Holbox die wir für lau in diesen Hängematten auf der Dachterrasse verbringen werden:



Nicht weil die ganze Insel ausgebucht wäre und wir kein Zimmer mehr finden würden, sondern weil aus diesem anfänglichen Scherz mit dem Besitzer jetzt knallharter Ernst geworden is ;) … und natürlich weil wir des einfach mal ausprobieren wollen hehe

Hoffmer mal, dass es heute Nacht nicht regnet! Gut Nacht!





Tag 10: Zurück nach Playa del Carmen

Die Nacht in den Hängematten war garnet mal so problematisch. Das einzige Problem is eigentlich nur das Kissen: Des rutscht ab und zu mal raus ;)

6a hat dann der Wecker geklingelt, schnell Sachen zammpacken, dem Besitzer noch ne nette Dankesnachricht hinterlassen und dann auf zur Fähre. Anschließend 4h Busfahrt inklusive einmal umsteigen und schon sind wir wieder in Playa del Carmen angekommen wo alles begann…

Im Vergleich zu unserem ersten Besuch am Anfang unserer Reise is jetzt aber ungefähr 3mal so viel los! Erst warn alle Hotels ausgebucht und wir wurden mit unserm ganzen Gepäck in der Mittagshitz 3mal abgewiesen. Erst im vierten einigermaßen passablen Hotel war was frei.
Als nächstes war natürlich der Strand ebenfalls total überlaufen mit lauter so jugendlicha Bankerten die sich zammraaang und zammschütten. Sieht aus wie Abschlussklasse 2014 auf Schullandheimausgflug …

Irgendwas muss hier aber wirklich grad am Start sein, weil am Strand a diesen Bühne aufgebaut wird?!?

Zu guter letzt ham wir noch bei am Italiener gegessen. Das Restaurant war sogar vom Reiseführer empfohlen und sah auf den ersten Blick auch recht gut aus. Seine Seafood-Pasta war allerdings für Anfänger!!
Klor, wir komma grad ausm Seafood-Paradies, aber so mittelmäßig wie des war kann ich des in Deutschland mit Tiefkühlmeeresfrüchten besser nachkochen…

Leider hat mir dieser miese kleine Italiener gar keine Chance gelassen ihm einen Kochkurs auf Isla Holbox nahezulegen. Stattdessen hat sich unsere Unzufriedenheit dann eben in zu kurz geratenem Trinkgeld geäußert :)



Tag 11: Tauchen auf Cozumel

Zwei Tauchgänge auf Cozumel standen uns heute bevor: Zuerst ein Drift-Dive an einer Steilwand: Wemmers drauf hat, dann mussmer dabei eigentlich garnix machen außer seinen Auftrieb steuern. Den Rest erledigt die Strömung (man braucht allerdings viel Übung. ich komm gleich dazu ;)) 

Der zweite Tauchgang is dann ein gemütlicher Riff-Dive.

Also wie gesagt, wemmers drauf hat kein Problem. Aber ich sag mal so: Wir tauchen etz ja net jede Woche und von daher hatten wir anfangs mit dieser leichten Strömung und unserem Auftrieb bissla Probleme: Während nämlich der Tauchmeister ganz gemütlich an der Wand entlang gedriftet is, waren wir schö damit beschäftigt ein neutrales Level zu erreichen. Also sprich ohne viel Bewegung einfach mal auf einer konstanten Tiefe zu bleiben ;) (Geregelt durch das Gewicht im Gewichtegürtel + Luft in der Taucherjacke + Luft in der Lunge)

Es wurde zwar während des Tauchgangs immer besser, des Problem is nur wenn du ständig mit so Kontrollzeugs beschäftigt bist, dann bist du automatisch nicht relaxt und das macht sich auf über 20m Tiefe halt schnell beim Sauerstoffkonsum bemerkbar ;)

Dazu kommt noch, dass der Christina ihr Tank anfangs scho net zu 100% voll war und so is dann nach ca. 20 Minuten die Situation eingetreten, dass es Zeit zum Auftauchen wurde. Zumindest für uns zwei, weil die anderen zu der Zeit erst den halben Tank rausgezüllt hatten. 
Der Tauchmeister hatte aber noch einen alternativen Vorschlag: Die Christina müsste halt seinen Zweitschlauch nehmen und dann würde er seine Luft mit ihr teilen. So könnten wir noch ein bisschen unten bleiben
Na denn, her mit dem Rüssel:



Da sind die Skills aus dem Tauchführerschein ja doch was wert und mal zum Einsatz gekommen ;)

Dadurch konnten wir also noch mal 10 Minuten länger driften, wobei der Christina ihr Bewegungsradius nun etwas eingeschränkt war ;) Sie wurde sozusagen an die Kette gelegt:



Nächstes Problem: Mir ging nun auch langsam die Luft aus ;) Da der Herr Tauchmeister aber keine 2 Ersatzschläuche hat und auch net unendlich Luft in seinem Tank hieß es nun doch: Auftauchen für uns zwei. Und das kommt raus, wenn die Kamera im einem ungünstigen Moment ein Serienbild schießt ;) (beschreibt den Tauchgang sehr gut hehe)



Aber keine Angst, beim zweiten Tauchgang wurds besser. Diesmal mit weniger Strömung, maximal 15m Tiefe und mit vollen Tanks: So warn wir dann ne komplette Stunde unten.



Cozumel wird häufig unter den Top5 Divesites weltweit gehandelt. Wir fandens schon auch gut, aber es kristallisiert sich so langsam raus, dass wir eher auf größere Fische stehen als diesen ganzen Kleinkram ;) Gelohnt hat sichs aber alle mal: Denn auf jeden Fall "again what learned"!

Zum mexikanischen Abschluss haben wir uns am Abend noch ne Massage gegönnt: So denn, Mexiko is rum und morgen fliegen wir von Cancun nach Aruba und anschließend nach Curacao. Dabei is besonders spannend ob wir den Anschlussflug von Aruba nach Curacao erwischen. Das sind nämlich zwei separat gebuchte Flüge und zwischen Landung an Abflug liegen nur 1 1/2 Stunden. Wenn der Flughafen in Aruba net all zu groß is, sollte das klappen. Ansonsten ham wir ein kleines Problem weil direkt am nächsten Tag ein Flug von Curacao nach Bonaire geht...

Soderla: Fazit Mexiko: Hammer!
Eine tolle Reise! Auch wenns vielleicht etwas kurz war, haben wir uns nie gehetzt gefühlt und ich denke wir konnten einiges mitnehmen. Vor allem kulturell hat Mexiko mit seinen Maya-Stätten so einiges zu bieten. Das Essen ist so gut wie überall echt lecker: Sowohl Straßenverkäufer als auch gute Restaurants bieten hammer Essen. Isla Holbox schießt mit seinem Seafood natürlich komplett den Vogel ab!
Insgesamt sehr zu empfehlen!!!