Hier erstmal die Tauchvideos von gestern:
Tag 5: Coba, Valladolid
6:45h: Erste Aufgabe: Sonnenaufgang vom Bett aus betrachten. Keine weitere Beschreibung, siehe Abbildung 1:
Abbildung 1: Sonnenaufgang im Bett
Heute steht die Weiterreise nach Coba und anschließend nach Valladolid an. Die letzten Tage haben wir etwas rumgefragt, aber keiner konnte uns so recht beantworten wie wir das am geschicktesten innerhalb eines Tages anstellen. In Coba wollten wir nämlich kurz raushüpfen und ne Maya-Stätte anschaun und dann weiter. Den ersten Bus nach Coba haben wir bereits besorgt.
4 weitere offene Punkte gilts aber heut noch zu knacken:
- Fährt uns dieser Bus direkt zur Maya-Stätte?
- Wo kriegen wir unsere 10 kg schweren Rucksäcke unter?
- Wie kommen wir anschließend nach Valladolid? (Unsere bevorzugte Busagentur fährt nämlich nur früh)
- Falls wir da ankommen? Wird’s da noch ein Hotelzimmer für uns geben?
Der erste Punkt lässt sich sehr lässig beantworten: Coba is nur 200 Häuser groß und die einzige Attraktion is diese Maya-Stätte. Unser zweites Problem wurde auch relativ einfach gelöst: Die Klo-Frah hat nämlich in ihrm Utensilien-Räumchen noch 1 m^2 Platz für uns. Für ein kleines Trinkgeld würden wir unser Rücksäck dort abstellen könna. Na opti!
Eintrittskarten eikafft und dann ham wir gesehn, dass es da Fahrräder zum Ausleihen gibt. Diesmal sind wir net so bescheuert wie gestern ;) Anstatt zu rätseln, wieviel km Fußweg des in dem Park wärn, ham wir uns gleich zwa haaßa Öfen klargemacht:
Es hat sich saumäßig gelohnt, weil die Maßstäbe auf den Karten wieder hinten und vorne net passen hehe
Am Anfang sind wir mal zu jedem Tempel-Dingens hingfahrn, aber da wir heute - so wie gestern - wieder keinen(1) Führer hatten, steht man eigentlich völlig planlos vor diesen Steinhaufen und waß damit nix anzufangen:
Für Chichen-Itza holen wir uns auf jeden Fall einen Guide ;)
Nachdem des so net viel bringt, ham wir fast alle weiteren Grab- und Opferstätten ausgelassen und sind direkt zum höchsten Häuschen gefahren. Das ist nämlich des einzige hier in Yucatan, auf dem mer drauflatschen darf. Und bissla irgendwo raufklettern is ja bekanntlich genau unser Ding ;)
42m hoch (die Info haben wir heimlich von einer Gruppe aufgeschnappt, die einen Guide hatte hehe) und oben ne super Aussicht über den kompletten Dschungel außenrum.
Raufkommen war net anstrengend, da ab ca. 10m Höhe ne steile Brise geweht hat. Ganz oben natürlich noch steiler, das kommt bei über 30 °C gut an bei uns!
Runter, zum Ausgang biken und Haken dran setzen!
Die Klo-Frah hat Wort gehalten und unser Rücksäcke nicht die Toiletten runtergspült, so dass wir uns unserer nächsten Herausforderung widmen konnten: Wie komma wir etz aus diesem Nest raus??
Bissla bei die Taxifahrer rumfragen hat uns schon sehr geholfen: Anstatt wie sonst uns immer abzuzocken, haben wir paar recht gute Infos erhalten: Und zwar dass in der „Stadtmitte“ (hahaha) ein Bus nach Valladolid fährt und zwar genau um 12:00 h mittags (also mehr oder weniger, so gegen 12 eben, vielleicht auch später… „müsster halt mal schaun…“)
Uhrzeit aktuell? 11:43h. 15 Minuten müssten also reichen um ins „Stadtzentrum“ zu gelangen. 3 Minuten später warn wir da, aber die 35°C inklusive Rucksack haben uns mehr zerlegt, als die Tempel-Besteigung.
So sieht des ganze dann aus: Bushaltestelle auf mexikanisch: Kein Fahrplan, kein Häuschen, aber poor Müllkübel!
Eines muss man den Mexikanern allerdings lassen: Es kam tatsächlich ein Bus, zwar net soooo pünktlich, aber immerhin. Der hat uns mitgenomma nach Valladolid.
Kurz zur Busfahrt: Alex, Bolivien bleibt immernoch die beschissenste Busfahrt aller Zeiten, aber die hier heute war die heißeste:
Draußen hatte es ja bekanntlich schon über 40°C, aber drinnen erst: Klimaanlage gabs net (war ja so a normaler Einheimischen-Bus), Fenster zu, 30 Leut, 4 Baby’s + 1 Hund + 1 Schildkröte und zwa zammgschwaßte Oberfranken…
Aber passt scho, bei euch hats ja momentan ah 30 Grad ;)
Nach 2 Stunden sind wir angekommen, also zumindest Haut und Knochen. Flüssigkeit hatten wir keine mehr im Körper. Beim Aussteigen wollte der Busfahrer direkt abhaun, obwohl ich noch unsere Rucksäcke ausm Bus-Bauch rausholen wollte ;)
Problem 4 hat sich anschließend innerhalb von paar Minuten gelöst: Das gewünschte Hotel hatte noch ein Zimmer frei!
Nachdem wir kurz in den Pool gesprungen sind um uns wiederzubeleben, haben wir uns wieder zwei Fahrräder geliehen (heut war Radfahrtag bei uns) und sind zu aner Cenoten ganz hier in der Nähe geradelt. Is angeblich ein Geheimtipp, da des Ding in keinem Reiseführer steht und nicht durch den Staat beworben wird.
Aber vorher: Föschder, Achtung: Bei die Arbeit HELME AUF!
Nach 4 km dann eine kleine Anlage (Toiletten, Bar, Pool). Auf dem Parkplatz 2 andere Fahrräder und sonst gaaaaarnix! In der Bar baar Einheimische und noch zwei solche Gestalten wie wir: Wahrscheinlich haben die den gleichen Geheimtipp bekommen ;)
Auf jeden Fall gings dann die Treppen nunter:
und nach 73 Stufen, tut sich der folgenden Anblick auf:
BOAAAAHHHHHHHH
Eine Frau war grad im Wasser und hat ne Runde gedreht, ansonsten keine Sau da. Alles still und wahnsinns Farben. Ich hab gerade des dritte Foto gemacht, da war die Christina scho im Wasser. Für mich gabs als Spielzeug ne künstliche Liane als Einsprunghilfe.
Nach 10 Minuten voller Ruhe und Entspannung kam dann aber ein Reisebus mit ca. 50 Personen: Irgendwer hält hier nicht dicht und erzählt die Geheimtipps rum!
Innerhalb von 2 Minuten verwandelt ich dieses Paradies dann in dieses chinesische Freibad:
Aber wir sind ja geduldig! Nach 30 Minuten hupt oben der Bus und alle müssen brav wieder raus und wir hatten die Cenote wieder für uns allein!
Morgen schaun wir mal nach Chichen-Itza. Touren warn jetzt leider keine mehr frei (zumindest hier von der Stadt aus war nix buchbar), also werden wirs mal wieder auf eigene Faust probieren. Diesmal werden wir uns aber einen Guide mieten, damit wir wengsten a bissla was vo denna ihrä Kultur mitgring.
Bis zum nächsten Eindroooch:
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