Montag, 2. September 2024

Tag 18: Nusa Lembongan

„Snorkeling mit Captain Coconut“ steht heute auf dem Programm >_< 

Also der Kokosnuss steuert nur das Boot, schnorcheln müssen wir schon alleine! 

Dafür stehen wir heute sogar alle um 6:30 Uhr auf. Normal ist zu dieser Zeit nur die Valentina wach und nörgelt was sie denn anstellen soll, um die Uhrzeit… wie wärs mit weiterschlafen *grrr*



Unser bestelltes Frühstück auf 7 Uhr hat sogar geklappt. Kurz fertig machen und dann mit dem Roller in die „Stadt“ düsen. Insgesamt 30 Leute haben sich angemeldet. Verteilt auf Coconut 1 und 2. Aber das war ja nur 1 der 100 Unternehmen die alle hier das gleiche anbieten. Dazu gleich mehr. 


Kurzes Briefing: wir steuern heute 3 Schnorchelspots an. Beim ersten gibt’s Mantas zu sehen. Beim zweiten ne Menge Schildkröten und beim dritten driften wir über die Korallen. Hört sich ja prima an!

Alte Epileptiker und Asthmatiker müssen an Land bleiben, es hat wohl hier schon mal jemanden zerlegt. 

Wer Schwimmwesten braucht soll Schwimmwesten nehmen. Nicht auf „nein ich brauch keine“ und nach 10 Minuten im Wasser „bitte bring mir ne Schwimmweste“ machen. Für so einen Schmarrn hat der Captain nämlich keine Zeit. In der absoluten Hochsaison vor 3 Wochen waren waren 300 Schnorchler an dem Spot…. oh Gott, das kann ja was werden. 


Am ersten Schnorchelspot hat sich dann genau das bewahrheitet. Ein krankes Bild. Bestimmt 10-15 Boote (jedes Mal mindestens 10 Leute, teils noch an Bord teils schon in Wasser). Alles auf einen Haufen. Ein Riesen Durcheinander. Wellengang mal 20 und gefühlt arschkaltes Wasser (warum es mich diesmal nicht gefroren hat, hatte eine Grund, oder besser 2, die beiden Gründe sind 6 und 9 Jahre alt).


Ein Stress beim reingehen! Alles schaukelt, jeder versucht sich irgendwie fertig zu machen. Hüpft rein und ist dann eigentlich schon irgendwo aber nicht mehr da wo er sein sollte ahahaha. 


Wir haben weng abgewartet bis das Boot leer war. Dann sind wir mit den Kindern rein. Jeder ein Kind an der Hand, auf der Suche nach Mantas. Beim dem Wellengang hast du zwar dein Kind an der Hand, aber weißt net so recht, ob soweit alles ok ist, oder ob die Brille voll Wasser läuft bzw. ob der Schnorchel noch da ist wo er sein soll. Die Christina hab ich eigentlich schon verloren als ich mit der Valentina endlich drin war. Also zu zweit gekuckt und tatsächlich zwei Mantas gesehen.




Valentina wars dann aber zu heftig und auch zu kalt. Sie wollte nicht mehr und der Plan war sie zurück zum Boot zu bringen. Aber DAS war zuuu krass. Erstmal das Bott finden bei dem Wellengang und 20 Booten. 30-50 Meter wars bestimmt weg. Also versucht hinzuschwimmen, Valentina im Schlepptau. Nur leider kommst bei der Strömung nur sehr schwer vorwärts. Und dann hatte ich auch keinen Blickkontakt mit dem Captain Coconut. Jetzt fährt der einfach weg und „rettet“ gerade paar andere die am absaufen waren. Also Richtung ändern und neuer Versuch. War dann schon bissla platt aber die Valentina war erstmal sicher aufm Boot. Ok, kurz nachgedacht „der Christina wirds mit der Michelle nicht besser gehen“. Also wieder rein in ins Chaos und versucht die Christina zu finden. Sie ist mit der Michelle bei einem Guide der eine Schwimmreifen dabei hat. Daran klammert sich auch Christina und Michelle die völlig durchgefroren ist und einfach nur raus will. Die ganze Aktion mit Valentina hat vielleicht 5 Minuten gedauert und zurück ebenso lange. Ich häng also zusammen mit Michelle und Christian am Schwimmreifen, der Guide ebenfalls. Er versucht irgendwie den Captain Coconut auf sich aufmerksam zu machen. Sagt immer „wait here, wait here“ zu mir. Der Captain Cococut kommt aber nicht durch, weil er gefühlt in der zweiten Reihe parkt. Geschweige denn ob er den winkenden Guide in dem Chaos überhaupt sieht. Also hab ich mir gedacht, so lang kann ich nicht warten, die Michelle gepackt und gleiches Spiel wie mit Valentina. Das Boot war aber weiter weg als beim ersten Mal und dazwischen ne Reihe anderer Boote, die entweder neue Schnorchel abgeliefert, erschöpfte eingesammelt oder einfach nur durch kurze Gasstöße versucht haben, keine Schnorchler übern Haufen zu fahren… was das für Abgase der Zweitaktmotoren erzeugt hat, könnt ihr euch ja denken…

Wahnsinn, ich schieb und zieh also die zitternde Michelle irgendwie im Slalom dadurch und denk mir so „boah dieser verdammte Schnorchel, ich krieg kaum Luft (die hab ich aber gebraucht, weil es war sau anstrengend)“. Also Schnorchel abgemacht, aber keine Besserung. War klar, es war ja trotzdem die gleich Menge Abgase in der Luft. Man denk einfach nur wenn man direkt durch den Mund atmet wirds besser, aber Fehlanzeige. Irgendwie kam ich dann dich am Boot an, die letzten 10 Meter kam mir der Captain sogar entgegen.

Michelle war jetzt sicher im Boot und Valentina war auch noch da. Soweit so gut. Kurz überlegt, ob ich nochmal rein soll, weil eigentlich wollte ich ja Mantas sehen und keine Navy Seals Rettungsschwimmer-Ausbildung machen, aber ich bin echt nicht mehr nei(!), weil ich zu freggt war und keine Luft mehr hatte von den ganzen Absagen der 50 Bootsmotoren. 

Ehrlich gesagt, weiß ich garnimmer wie die Christina eigentlich wieder aufs Boot gekommen ist, aber um die brauch ich mir ja keine Sorgen machen. 


So, was bleibt zu sagen: wie vom Coconut angekündigt ein heilloses Durcheinander. Und er kann nicht mal was dafür. Der krasse Wellengang und die Menge an Booten war einfach zuuu krass. Also zu krass für Kinder. Die haben in der Situation eigentlich nix verloren. Simmer mal froh dass alle heil rausgekommen sind. Besser wäre es gewesen wenn wir hier nur zu zweit rein wären, aber wir wollten den Kindern die Mantas ja nicht vorenthalten. 


Zweiter Spot Crystal Bay. Christina und die Kinder sind diesmal im Boot geblieben (Wasser sollte erst beim dritten Spot wärmer werden). Ich hab mir die Sache mal angesehen. Ging so, weil bewölkt… das ist immer mega kacke unter Wasser… Nach ca 10 Minuten wollte ich scho raus, aber dann hab ich doch tatsächlich ne Schildkröte entdeckt. Kurz der Christina Bescheid gegeben die sofort reingekommen ist und dann sind wir nochmal 20 Minuten den Schildkröten hinterher. Mittlerweile kann auch die Sonne raus! Ich sag euch: was für ein krasser Schnorchelgang. Aber seht selbst in dem Video und im Bilderalbum!




Mach diesem mega Erlebnis sind wir dann beim dritten Spot wieder alle 4 rein. 




Die Hälfte des Weges haben die Kinder mitgemacht (ihr habt alle beim Briefing gut aufgepasst? Richtig, wir sind nämlich gedriftet). Dann hat der Captain die Kinder wie vereinbart eingesammelt und Christina und ich sind noch bis zum Ende weiter. Zu sehen gabs aber nicht mehr so geiles Zeug wie vorher…


Die Bootsfahrt zurück an Land ist das für mich immer noch ein Highlight. Du sitzt da so aufm Boot mit Wind in Haar und Salzwasser plus Sonne. Gleitest über die Wellen und denkst an die krassen Sachen die du gerade gesehen hast >_< 


Nach der ganzen Aktion war eine Stärkung beim Bäcker fällig die wir durch einen Obst- und Gemüseeinkauf zuvor noch gepimpt haben. Den Rest des Tages haben wir wieder am Hidden Beach verbracht. Diesmal nicht mit Wellenreiten, denn es war Ebbe. Stattdessen mit Sandspielen >_< 




Und natürlich mit viel rumliegen >_< 





Ein sehr actionreicher Tag! Der verdient auch ein sehr ausgiebiges Abendessen. Paar gegrillte Fischteller durften es dann schon sein!






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