Samstag, 31. August 2024

Tag 16: Transfer nach Nusa Lembongan

Gestern Abend war doch keine Karaokeveranstaltung sondern Zeremonienzeit in den Tempeln. Gleich drei haben gefeiert. Naja ok. 

Heute stand wieder mal ein Transfertag auf dem Programm. Fast ganz vom Norden Balis zurück in die Stadt wo alles losging: nach Sanur. Besser gesagt in den Hafen. Witzig dass unser erstes Hotel nur 5 Gehminuten entfernt vom Hafen liegt. Dann können wir dann nach Nusa Lembongan der Christina ihr Kleid wieder mitnehmen (der vergessene Ring im zweiten Hotel wurde übrigens auch nach mehrmaligem Nachfragen nicht gefunden; hat sicher das Zimmermädchen eingesteckt…).

Vom Hafen Sanur ging um 16 Uhr unser Boot nach Nusa Lembongan. Check-In hierfür: 15:30 Uhr am Schalter. Abfahrt von unserer aktuellen Unterkunft 9:15 Uhr. Fahrzeit 2,5 Stunden. Ihr ahnt bestimmt schon worauf das hinausläuft >_< 


Fangen wir mal mit dem ersten Tiefschlag an: wir hatten den gleichen Fahrer wie auf dem Hinweg in unsere letzte Unterkunft, also die gleiche unsympathische Laberbacke… war aber irgendwie kein Wunder, denn beide Mal wurde der Transport ja über die Unterkunft arrangiert, weil es da oben kein Grab gibt. 

Jedenfalls haben wir mit ihm ausgemacht dass wir auf dem Weg noch paar Stopps einlegen weil sonst sitzen wir ja 3 Stunden am Hafen rum. 


Erster Stop der berühmte Tempel Pura Ulun Danau Beratan im Bergsee Danau Bratan. Verstehste?

Aber 500m vorher sind wir noch an einem Instagram Fotospot vorbeigefahren. So ne Art Himmelstor. Da standen 100 leut an, zahlen 4€ Eintritt und warten 2 Stunden, nur um ein Foto zu machen…


Der berühmte Donau Braten Tempel sieht jedenfalls so aus. 



Nicht sehr interessant für Kinder kann ich euch sagen >_<

Für die Michelle war interessanter, dass sie in dem Tempel ihre Erzieherin aus dem Kindergarten getroffen hat. Sie ist zur gleichen Zeit auf Bali. Wenn möglich, haben wir gesagt, versuchen wir uns mal kurz zu treffen. Gab aber keine Möglichkeit außer heute. Aber leider fuhr sie heute nach Norden und wir ja bekanntlich nach Süden. Wir kannten auch ihre Ankunftszeit in Munduk, was so ca. 1 Stunde von den Tempel hier weg war. Also sag ich irgendwann so zur Christina während wir durch den Tempel laufen: „die machen 100% hier auch einen Stop und schauen sich das an. Ich wette 20€ dass die Kerstin bestimmt auch gerade hier ist“. Also, Christina der Kerstin gleich ne Nachricht geschrieben und kurz darauf ruft die Kerstin an. „Ja sie ist auch gerade hier, ist aber schon am Ausgang und ihre Tour geht jetzt weiter zum Mittagessen hier in der Nähe“. Ahahahha, also is die Christina mit der Michelle schnell zum Ausgang gerannt, so dass sie sich wenigstens kurz gesehen haben >_< 


Nach dem Tempel sind wir weitergefahren. Unser Fahrer hat dann den Vorschlag gemacht, dass er uns ne „Kaffeeplantage“ zeigen will. Naja miraus… er wird scho alles im Griff haben (also zeitlich mein ich).

Also hält er am Straßenrand und wir werden in so ne Art Hinterhofgarten mit paar Kakaopflanzen, einem eingesperrten Luwak und einer alten Balinesin gekarrt, die dort mehr oder weniger alibimäßig Kaffeebohnen röstet.




Die Luwaks sind diese Viecher die in freier Natur die Kaffeebohnen fressen und dann unbeschadet wieder rausstuhlen >_< das sammeln die Bauern dann ein und daraus. Der Vorgang gibt dann den besonderen Geschmack und somit diesen sau teuren Kaffee. Warum der Luwak aber hier eingesperrt war wurde so beantwortet, dass er in der freien Natur die Ernte von den umliegenden Obstbauern auffrisst und deswegen eh erschossen werden würde. Ihm gehts hier eingesperrt also besser! Ahja, alles klar…. NICHT!

Dann hat der Vogel so 4 Kaffeesorten und 10 Tees zum Probieren aufgetischt. Alles zwar irgendwie trinkbar aber überall 70% Zucker drin.m. So ein Luwakkaffee war auch dabei, hat uns etz aber net von den Socken gehauen. Typische Kaffeefahrt hier… Bloß raus…

Der Fahrer hat bestimmt sei Schmiergeld bekommen… 





Dann war’s ungefähr 14 Uhr. In 1,5 Stunden mussten wir am Check-In sein. Ich hab kurz mal Googlemaps gecheckt und dort heißt es 1 Stunde 30 Minuten. Frag also den Fahrer, ob er denn alles im Griff hat wegen der Zeit? Naja als Antwort habe ich nur ein Lächeln bekommen.  Dann fährt er auf einmal 10 Querstraßen und wir immer ruhiger „i worry about the time“. Aha, also doch. Ihm wirds jetzt auch weng knapp. 

Ab da hast dann scho gemerkt: jetzt hatter Orschwasser!

Sei Schleichwege haben aber net so richtig was gebracht. Stau und Baustellen und gerengt hats ah zum ersten Mal…





Als wir dann so 10 nach 3 Uhr hatten (also noch 20 Minuten bis zum Check-In) und googlemaps noch 40 Minuten prophezeit, hab ich na gefragt, wie er sich das so vorstellt? „Wir müssen in 20 Minuten am Hafen sein“ und dann noch ein „wir verpassen unser Boot“ hinterher geschoben. 

So! Jetzt hatter aber Reaktion gezeigt. Wie ein Irrer isser jetzt gschürt. Also grenzwertig unfallträchtig. 

Ich hab in der Zwischenzeit versucht unsere Tickets umzubuchen, keine Chance! Dann irgendwie versucht das Bootsunternehmen per WhatsApp zu kontaktieren. Hat dann irgendwie über Umwege geklappt. Die haben dann gemeint, dass wir auch noch später einchecken können aber das Boot wäre wohl pünktlich…

Ende vom Lied ist, dass wir 15:45h am Check-In waren (ging noch) und kurz vor 16 Uhr am Hafen (dazwischen lag noch ein kurzer Fußweg) und am Ende rechtzeitig am Boot. 

Unser Fahrer war dann auch so dreist zu sagen, dass der Fahrpreis ja nur „for the car“ wäre und damit angedeutet, dass er noch gern ein Trinkgeld hätte… also dafür dass er sich in Bali so gut auskennt, hatter wohl noch nie was von Stau und Baustellen ghört…. Hätten wir unser Boot verpasst, hätte er uns uns von seinem Fahrtgeld für die Taxifahrt gleich mal vier neue Tickets kaufen können (da hätte er sogar nochwas drauflegen müssen). Wenn überhaupt noch ne Fähre gegangen wäre heute auf der noch was frei gewesen wäre. 

Naja im Nachhinein, hab ich na dann trotzdem paar Euro Trinkgeld gegeben und hoffe dass wir na damit endgültig los sind >_< 


Die Überfahrt mit dem Boot war easy. Nach 30 Minuten waren wir da. Kurz eingecheckt (wir wohnen in einem alten auf Boot gemachten Bungalow, die Betonung liegt auf „alt“; wir sind einfach mittlerweile zu verwöhnt was Unterkünfte angeht), noch was gegessen und das war’s. 




Übrigens merkt man jetzt so langsam dass die Luft raus ist. Bei den Kindern fast noch mehr als bei uns. Da wir jetzt aber nochmal Strand haben die letzten paar Tage, wird bestimmt keine Langeweile aufkommen. Die Freude auf zu Hause kommt aber auch langsam hoch >_< 

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